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Anklage gegen Disko-Mörder
23-Jähriger Täter muss sich vor Gericht verantworten.

Eigentlich sollte es ein entspanntes Partywochenende mit den besten Freunden werden. Was dann geschah, klingt aber wie ein Alptraum, denn Zuhause kam die 19-Jährige Jasmin nicht an. Stattdessen wurde sie von einem ihrer engsten Freunde erst missbraucht und dann getötet. Jetzt steht der 23-Jährige Täter vor Gericht.
Im Juni 2014 lieh sich die Leipzigerin den Skoda ihrer Mutter, um wie fast jedes Wochenende mit ihren Freunden im vier Kilometer entfernten Club „Blue“ zu feiern. Nach einer bis dahin gelungenen Nacht, machte sich die 19-Jährige gegen 3.30 Uhr zusammen mit ihren beiden Freunden auf den Heimweg. Zuerst setzte sie ihren Kollegen Erik in Otterwisch ab. Dann wollte sie Sebastian S. nach Hause fahren. Doch irgendetwas lief schief. Es ist bisher nicht bekannt, ob die Beiden sich im Auto stritten oder ob Sebastian S. seine Tat bereits geplant hatte. Denn Jasmin verlor in dieser Nacht ihr Leben.
Täter und Opfer fuhren in Richtung Hopfgarten, wo sie wohnten, nur wenige Kilometer von Jasmins Zuhause entfernt. Plötzlich überwältigte der 23-Jährige Jasmin, vergewaltige sie und tötete sie anschließend. Ihre Leiche fanden Bekannte der Familie zwei Tage später in einem grausam zugerichteten Zustand im Kofferraum des Autos, dass an einem Waldstück in der Nähe stehen gelassen wurde. Schnell konnte die Polizei Sebastian S. als Täter überführen, da sich sowohl die Kleidung von Jasmin, als auch ihr Handy in seinem Besitz befanden. Auch das Geständnis des Mörders ließ nicht lange auf sich warten. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Sebastian S. erhoben.
Angeblich soll der Täter zum Zeitpunkt des Mordes unter erheblichen Drogen- und Alkoholeinfluss gestanden haben. „Schon am Tag vor der Tat hat mein Mandant erhebliche Mengen Alkohol und biologische Drogen konsumiert“, so der Anwalt von Sebastian S. gegenüber Bild.de. Zwar entschuldigte sich der Anwalt bei der Familie im Namen seines Mandanten für die grausame Tat, gleichzeitig setzt er sich jedoch auch für eine mildernde Haftstrafe seines Mandanten ein. Unter anderem, weil Sebastian S. die Polizei sofort nach seinem Geständnis zum Tatort führte und sein Handeln detailliert schilderte. Die Vergewaltigung scheint Sebastian S. jedoch immer noch abzustreiten, heißt es in Medienberichten.
Ein Prozesstermin ist bislang noch nicht bekannt. Die Verhandlung soll aber noch in diesem Jahr stattfinden. Wir halten euch auf dem Laufenden.
Foto: Polizeiabsperrung via Shutterstock








