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Anti-Nacktfotos-Rache-Gesetz

Strafe und Gefängnis für Verstoß.

Wer hat sie noch nicht gesehen? Rache-Nacktfotos vom Exfreund höchstpersönlich verbreitet sind nichts Neues mehr. Man will zwar nicht hinsehen, kann aber auch nicht wegschauen. Sogenannte "Rache-Pornos" sind sozusagen heiß gehandelte Ware und verbreiten sich unglaublich schnell. Für die Täter sind sie die ultimative Rache, für die Opfer die reinste Demütigung.

Kommt es in Deutschland zur Veröffentlichung oder Weiterverbreitung von Nackfotos kann mit einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe gerechnet werden. Oft  fällt neben der Strafanzeige auch eine Forderung nach  Schmerzensgeld und Schadensersatz an. Den Betroffenen steht aufgrund des rechtswidrigen Eingriffs in das Persönlichkeitsrecht ein Unterlassungs- bzw. Beseitigungsanspruch gegen den jeweiligen Verbreiter zu, um die Erstveröffentlichung der Nacktfotos oder eine wiederholte Verbreitung zu verhindern. Meist ist es dafür aber schon viel zu spät und die Intimbilder haben sich längst überall im Internet verbreitet. 


Bis jetzt war die Verbreitung solcher Rachefotos psychologisch bedenklich, aber in den USA total legal, das soll sich nun zumindest in Kalifornien ändern. Das neue Gesetz verbietet von jetzt an Nacktaufnahmen von anderen Menschen ins Internet zu stellen, ohne dass dieser eine ausdrückliche Genehmigung dafür gegeben hat. Bloßstellende intime Videos und Fotos machen schnell die Runde und dringen bis in die letzte Ecke aller Bekanntschaften und darüber hinaus. Ein zunehmendes Problem in Zeiten von Internet und Social Media. Oft werden auf spezifischen Websiten auch private Informationen wie Arbeitsplatz, Adresse oder Facebook- und Twitterprofile bekannt gegeben. Um die Opfer zu schützen sollen Verstöße gegen das Anti-Rachepornos-Gesetz nun mit einer Strafe bis zu 1000 Dollar in den USA und einem sechsmonatigen Gefängnisaufenthalt belegt werden.

Das Gesetz trifft weitestgehend auf Zustimmung. Nur die amerikanische Bürgerrechtsuniom (ACLU) „ und die „American Civil Liberties Union“ sprachen sich dagegen aus, weil sie das Recht auf freie Meinungsäußerung dadurch gefährdet sahen. Auch in Florida und Missouri haben solche Bedenken bislang ein ähnliches Gesetz scheitern lassen.


Bildquelle/Flickr. T.78UopXx pkvince

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