Themen: TV, Prominenz, Promi Big Brother

Armes Promi Big Brother

Keiner will's sehen, selbst live nicht.

Stellt euch vor, ihr macht eine Sendung und keiner will sie sehen. Willkommen bei "Promi BigBrother". Nachdem David Hasselhoff die Flucht ergriffen und man mit Georgina "adäquaten" Ersatz in den Container gesperrt hat, scheint das TV-Format auf dem Tiefstpunkt angekommen. Das will sich natürlich auch keiner live ansehen. Was also machen? Klar. Zuschauer kaufen.

Das ist schon ziemlich peinlich. Nicht nur, dass die Einschaltquoten bei Promi BigBrother stetig weiter sinken - die erste Sendung hatte noch 3,21 Millionen Zuschauer, die am Mittwoch nur noch 1,34 Millionen -, auch möchte sich keiner die Show vor Ort live ansehen und die beiden Moderatoren Oliver Pocher und Cindy aus Marzahn bejubeln. Verständlich. Da gibt ja auch keinen Grund für. 


Zwar sei es "normal", dass man Statisten castet, die dann die Lücken im Publikum füllen, allerdings kann bei Promi BigBrother scheinbar längst nicht mehr die Rede von "Lücke" sein. Eine Kluft trifft da wohl eher zu. In dem Casting-Gesuch, das zwei Berliner Agenturen am Donnerstag versendet haben, heißt es nämlich: "Gerne könnt ihr Freunde & Bekannte mitnehmen." Sat.1 sei aber dennoch zufrieden mit den Ticketkäufen. Ist klar.

Wer sich tatsächlich dazu bereit erklären sollte, fünf Stunden, in der Zeit von 18 Uhr bis 23.30 Uhr, bei unangenehmen Temperaturen draußen zu stehen (!) und sich das Trauerspiel live ansieht, bekommt immerhin 30 Euro für seinen unerbittlichen Einsatz. Und natürlich die Freude, eine sich ständig über ihr ehemaliges Alkoholproblem auslassende Jenny Elvers, irgendeinen Typen aus Berlin und einen Haufen weiterer Witzfiguren endlich mal "live", also auf einer großen Leinwand im Studio anzusehen. Was kann es Schöneres geben?

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