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Auf und davon: Australien
So bereitet ihr euch richtig auf den Auslandsaufenthalt vor.

Jährlich zieht es unzählige junge Backpacker nach Down Under. Australien ist mittlerweile eines der beliebtesten Reiseziele deutscher Studenten für einen Work and Travel Aufenthalt. Kein Wunder, lockt der Kontinent am anderen Ende der Welt doch mit einer atemberaubenden Natur, freundlichen und offenen Menschen und pulsierenden Metropolen, wie Sydney oder Melbourne. Doch so groß die Vorfreude auch ist, sich ohne eine ausreichende Vorbereitung ins Abenteuer zu stürzen, ist nicht ratsam. Schließlich sollen mehrere Monate oder sogar ein Jahr im Land der Kängurus verbracht werden und das natürlich möglichst entspannt - oder nicht? Was es bei der Vorbereitung für einen Auslandsaufenthalt in Australien alles zu beachten gibt? Alle wichtigen Infos auf einen Blick!

Work and Travel in Down Under – ein unvergessliches Abenteuer, Foto: © lassedesignen - Fotolia.com
Work and Travel – selbst planen oder ein Komplett-Paket buchen?
Am Anfang steht die Frage, ob der Auslandsaufenthalt ganz allein organisiert wird oder ob eine Organisation miteinbezogen werden soll. Wer das erste Mal so eine weite und vor allem lange Reise antritt, zweifelt möglicherweise noch an seinem eigenen Organisationstalent und wer sich gerade noch jeden Tag nach der Uni abrackert, um das Geld für den Flug zusammenzukriegen, meint vielleicht, eine Organisation wäre ein unnötiger Kostenfaktor. Um diese Entscheidung zu erleichtern, folgt eine kleine Auflistung der Vorteile der beiden Entscheidungsalternativen.
- Work and Travel-Organisationen bieten den Vorteil, dass…
…sie Backpacker im Vorfeld der Reise über alle wichtigen Formalitäten informieren.
…sie sich in der Regel direkt um eine Unterkunft für die ersten Nächte sowie um einen ersten Job kümmern.
…über Teilnehmerlisten und Co schon vor der Abreise Kontakt zu anderen Backpackern aufgenommen werden kann.
…eine umfassende Betreuung vor Ort stattfindet. Wer beispielsweise einen Unfall hat oder beklaut wird, kann sich so an seinen Ansprechpartner vor Ort wenden und bekommt sehr schnell Unterstützung.
- Den Auslandsaufenthalt selbst zu organisieren bietet den Vorteil, dass…
…einem die Wahl der Flugairline, das Abreisedatum und viele andere Entscheidungen komplett frei stehen.
…sich selbst besser mit der Materie beschäftigt wird. Wer alles selbst organisieren muss, fliegt mit einem viel fundierten Vorwissen nach Down Under und seien wir mal ehrlich, ein wenig stolz ist man schließlich auch, wenn man das Projekt Australien selbst stemmt.
…Kosten eingespart werden können, denn eine Organisation nimmt für ihre Dienste natürlich auch Geld. Wer also lieber viel eigene Zeit in die Planung investiert, anstatt mehr Geld auszugeben, ist mit dem Do-it-Yourself Prinzip gut beraten.
Was hat es mit dem Working Holiday Visum auf sich?
Wer einige Monate in Australien leben und auch arbeiten möchte, braucht ein Working Holiday Visum. Dieses sollte also als aller erstes beantragt werden. Welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, damit das Visum genehmigt wird, ist nun stichpunktartig nachzulesen. Weiterführende Informationen sind außerdem auf der Seite der australischen Immigrationsbehörde (http://www.immi.gov.au/Pages/Welcome.aspx) zu finden.
- Der Antragssteller muss zum Zeit der Beantragung zwischen 18 und 30 Jahren sein.
- Eigene Kinder dürfen nicht mitreisen.
- Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens ein halbes Jahr gültig sein.
- Der Antragssteller muss Staatsbürger in einem der teilnehmenden Länder, in diesem Fall also Deutschland, sein.
- Ist das Visum bewilligt, muss die Einreise nach Australien innerhalb der darauffolgenden zwölf Monate erfolgen.
- Die Gültigkeit des Visums beträgt nach der Einreise maximal ein Jahr.
- Es ist nicht erlaubt, länger als ein halbes Jahr für denselben Arbeitgeber in Australien tätig zu sein.
- Bis zu vier Monate darf in Australien studiert werden (darunter zählen auch Praktika oder eine Ausbildung).
- Es müssen ausreichend finanzielle Mittel nachgewiesen werden. Derzeit belaufen sie sich auf 5000 AU$.
- Es darf kein Eintrag im Vorstrafenregister bestehen, genauso wenig, wie eine Tuberkulose-Erkrankung.
- Während des Aufenthaltes in Australien darf beliebig oft aus- und wieder eingereist werden.
Welche Jobs warten in Down Under?
Erntehelfer werden in Australien immer gebraucht, Foto: © sinuswelle - Fotolia.com
Die Arbeitsmarktsituation ins Australien ist recht positiv, weshalb Backpacker meist keine Probleme haben, schnell einen Job zu finden. Typische Arbeitsbereiche sind dabei Farmarbeit, zum Beispiel als Erntehelfer, Jobs in der Tourismusbranche, Promotion-Jobs oder eine Anstellung in der Gastronomie. Wer während des Studiums in Deutschland bereist gekellnert hat, wird in australischen Restaurants und Cafés besonders gute Chancen haben. Studenten mit guten Englischkenntnissen können ihr Glück in einer der großen Metropolen versuchen und vielleicht sogar einen begehrten und teils recht gut bezahlten Bürojobs ergattern. Weniger Konkurrenzkampf gibt es in den ländlicheren Gegenden, wo vor allem Farmarbeiter gefragt sind. Beim Äpfel-Pflücken ist es dann auch nicht so tragisch, wenn die Englisch-Kenntnisse noch ausbaufähig sind.
Was muss in Bezug auf Versicherungen beachtet werden?
Eine Auslandskrankenversicherung ist bei einem längeren Work and Travel Aufenthalt natürlich Pflicht, schließlich kann immer mal etwas passieren. Es muss ja nicht gleich der Biss einer giftigen Schlange sein, wer beim Äpfel-Pflücken von der Leiter fällt, ist auch froh darüber, die horrenden Krankenhauskosten nicht selbst tragen zu müssen. Ebenfalls unerlässlich, ist laut ErgoDirekt der Abschluss einer Haftpflichtversicherung. Natürlich sollte diese im besten Fall auch schon vor dem Auslandsaufenthalt bestehen.
Welche Kosten kommen auf Reisende zu?
Der größte Kostenfaktor, die Meisten ahnten es bereits, ist der Flug. Wer nicht gerade ein extremes Schnäppchen macht, muss mit 1000 bis 1300 Euro für das begehrte Ticket rechnen. Hinzukommen die Gebühren für das Working Holiday Visum, die bei circa 330 Euro liegen. Wer seine Reise über eine Organisation bucht, muss im Schnitt 500 bis 700 Euro zusätzlich berappen. Unter dem Überbegriff „laufende Kosten“ fällt zum Beispiel die Auslandskrankenversicherung, die um die 30 Euro monatlich veranschlagt. Die Lebenshaltungskosten in Australien unterscheiden sich kaum von denen in Good old Germany. Wer tief stapelt, sich eine günstige Unterkunft sucht und sich selbst versorgt, kann mit 35 bis 50 AU$ am Tag über die Runden kommen. Hinzukommen natürlich noch Kosten für Reisen innerhalb Australiens oder für spezielle Sightseeing-Touren.
Was muss alles ins Gepäck?

Schlau ist, wer sparsam packt, Foto: © Nomad_Soul - Fotolia.com
Zu guter Letzt noch einige gut gemeinte Tipps in puncto Gepäck. Gerade, wer zum ersten Mal für so lange Zeit verreist, neigt dazu, viel zu viel Gepäck mitzunehmen. Dabei ist es viel sinnvoller und praktischer, sich nur auf das Wesentliche zu beschränken. Wer möchte schließlich bei 40 Grad einen unnötig schweren Rucksack schleppen? Vor Ort kann das Meiste sowieso gekauft werden, es macht also null Sinn, alles für den Aufenthalt bereits in Deutschland zu besorgen und dann beim Flug einen saftigen Aufpreis zu zahlen, weil das Gepäck die 20 Kilo Marke sprengt. Hinzu kommt, dass viele Dinge des täglichen Gebrauchs in Australien, aufgrund der geografischen Nähe zu China, einfach günstiger sind. Detaillierte Packlisten von ehemaligen Backpackern finden sich zahlreich im Internet und können zur Inspiration herangezogen werden.
Foto: © Nomad_Soul - Fotolia.com








