Auf Wiedersehen, Fuffis im Club
Mit Prepaid-Guthaben unbeschwert clubben.

Armer Sido, 10 Jahre nach seinem Hit Fuffies im Club verschwindet das Bargeld mehr und mehr, selbst in den Clubs. War sein Song seinerzeit inhaltlich ein Ausdruck von Geld in unserer modernen Welt, war er auf der Metaebene ein Zeugnis seines sozialen Aufstiegs. Heute muss sich Sido etwas anderes zum Schmeißen suchen, das Feiern wird nämlich mehr und mehr bargeldlos.
Wer kennt das nicht: Die Nacht wird länger als geplant, man hat noch richtig Bock, aber das Portemonnaie ist leer. Nicht jeder Club hat einen Bankschalter in der Nähe, ganz davon abgesehen, dass man nicht wirklich Lust hat, sich mitten in der Nacht auf die Suche nach einer Cash-Maschine zu begeben. Außerdem fühlen sich viele Partygäste nicht gerade wohl, wenn sie Geldscheine auf der überfüllten Tanzfläche mit sich tragen. Zu groß ist das Risiko, dass Taschendiebe angetrunkene Gäste ausnutzen. Der Wunsch nach einer sicheren und praktischen Bezahlalternative wird lauter, und viele Diskobetreiber reagieren bereits.
Das Bezahlsystem Paysafecard kennen und schätzen vor allem Online-Shopper und Gamer als sichere Bezahlmöglichkeit. Aber das Prepaid-Bezahlsystem kommt mehr und mehr auch in lokalen Stores zum Einsatz. Zukünftig könnte die Karte auch in Clubs zum Einsatz kommen, zumindest rüsten immer mehr auf digitale Bezahlsysteme um. Denn nicht nur Partygäste sehen darin einen Vorteil. Mit einem digitalen Kassensystem werden Buchungsvorgänge vereinfacht und Bezahlprozesse transparenter.
Bargeldlos ist aber keineswegs Erfindung des digitalen Zeitalters, man denke nur an Verzehrkarten. Dass letzteres alles andere als perfekt und dementsprechend nicht wirklich beliebt ist, merkt jeder Partygast spätestens dann, wenn er seine Verzehrkarte verliert – dann ist man nämlich sein Geld ohne Gegenwehr los. Bei einem digitalen Zahlsystem hingegen sind beide Seiten abgesichert. Zudem kann der Barbetrieb eines Clubs nicht nur Zeit sparen, sondern auch Daten über die Gewohnheiten seiner Gäste sammeln und sein Angebot entsprechend anpassen. Während der letztgenannte Punkt schon fast ein wenig scary wirkt, hätten wir gegen deutlich kürzere Warteschlangen am Tresen definitiv nichts einzuwenden.
Foto: Flickr heels @ eXXXotica Miami 2010 brh_images CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
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