Auf Wiedersehen Lichtpark?

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Auf Wiedersehen Lichtpark?: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Nach der letzten erfolgreichen Silvesterparty wurde es still um den Lichtpark Berlin. Jeder fragt sich, wie es nun weitergehen soll. Bisher ist noch nichts Genaues bekannt, aber es wird bereits nach einem Ersatzgrundstück gesucht. Ganz so einfach scheint dies allerdings nicht zu sein, wie die Veranstalter per Facebook bekannt gaben. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Nach und nach verschwinden viele Kulturstätten an der Spree, es wäre sehr schade, wenn der Lichtpark eine davon wäre. Vielleicht können wir schon bald eine Neueröffnung planen, aber bisher können wir nur hoffen, dass  dies nicht das Ende vom Lied ist.

Hier das ausführliche Statement der Betreiber, das bei Facebook veröffentlicht wurde:

“Liebe Lichtpark-Gemeinde,

Silvester haben wir es ordentlich krachen lassen, es war eine geile Party. Vielen, vielen Dank für all die gute Stimmung, die Ihr mitgebracht habt. Ihr habt das Zelt gerockt bis, bis der Schweiß von der Decke lief. Danke auch an Réne Bourgeois, Chris alias Stereo Express, Daniel Boon, Andy Kohlmann, Sud Bencer, Sebastian Bosch, Andree Wischnewski, Oliver Raumklang, das Partytzentrum Bründel und ganz besonders auch an Fabian Drews, der die Freifläche stundenlang ununterbrochen mit geilen Beats befeuerte.

Doch dann ging alles ganz schnell.....das Tipi wurde abgebaut und der Winter brach über uns herein. Der LichtPARK ist im Eis konserviert. Es tanzen nur noch die Eiskristalle, es ist ganz leise geworden....wie geht es weiter? Viele Nachrichten erreichen uns. Man ist besorgt über unsere Zukunft! Das sind wir auch!

Wir sind am verhandeln mit den Eigentümern und auch künftigen Mietern. Natürlich wollen wir am liebsten bleiben. Ob das klappt? Wir wissen es noch nicht! Die Suche nach Ersatzgrundstücken gestaltet sich schwieriger als erwartet, sie ist allerdings alles andere als aussichtslos. Ehrlich gesagt wissen wir noch gar nicht genug, um klare Antworten hierauf geben zu können. Überall wird verzögert, vertröstet, Fragen aufgeworfen, aber auch geholfen. Auch die Politik ist träge , aber wir sind froh, dass das Thema nunmehr etwas ernster genommen wird. Es wird eben viel geredet, und es passiert wenig. Es wird versprochen, es wird zerredet, es wird gebrochen. Aber das ist ja nichts neues.....aber wir haben unsere Hoffnung noch lange nicht aufgegeben.

Wir hoffen, im kommenden Monat mehr berichten zu können. Der Gedanke, dass es den LichtPARK schon dieses Jahr nicht mehr geben könnte, ist schlimm. Eine Kulturstätte weniger in Berlin? Es würde dem allgemeinen Trend entsprechen. Nach der Wende hat die Stadt viele Grundstücke an der Spree verkauft, jeweils an die Meistbietenden. Das Echo kommt spät, aber es kommt, und es schlägt gerade überall ein wie eine Bombe. Man erinnere nur an die Auseinandersetzung um das Yaam und die Magdalena. Die Eigentümer haben die Wassergrundstücke so teuer gekauft, dass man ihnen nicht einmal übel nehme kann, dass sie früher oder später bauen müssen. Eine für den Eigentümer wirtschaftliche Miete können Kulturstätten und kleine Saisonbetriebe wie wir einfach nicht zahlen. Ob sich das Verhalten der Stadt in den Neunzigern nun als Boomerang zeigen könnte? Ja, das ist schon passiert! Man hat den Knecht mit dem Sieb Milch holen geschickt......wir halten Euch auf dem Laufenden.

Euer LichtPARK-Team“



Bildquelle: VN-Fotograf Diego

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