Themen: Holzig, Kater, gewonnen, Gelände, Kater-Holzig-Gruppe, Liegenschaftspolitik
Bar 25-Gelände geht an den Kater
Die Kater-Holzig-Gruppe hat gewonnen.
Wie eine Sprecherin der Berliner Stadtreinigung BSR am Mittwoch dem rbb mitteilte, stimmte der Aufsichtsrat einem Verkauf zu. Ein Vertrag sei auch schon unterschrieben worden. Die Kater-Holzig-Gruppe hat sich mit ihrem Konzept durchgesetzt. Sie planen eine vielseitige Nutzung unter anderem mit einem Studentenwohnheim, einem IT-Gründerzentrum, Hotel und Club sowie einen öffentlichen Park auf dem Gelände zwischen Jannowitzbrücke und Ostbahnhof. Einen Gewinn könnte dieses Vorhaben in Sachen stadträumliche Strukturen und urbane Nutzung versprechen. Vor allem der Käufer, der schweizerische Pensionsfond „Abendrot“, dürfte sich freuen. Anders hingegen wirkt sich das Vorhaben auf die Stadtpolitik aus. Berlin ringt derzeit nämlich mit einer Liegenschaftspolitik, die sozialen, kulturellen und städtebaulichen Aspekten der Stadtentwicklung einen vergleichbaren Stellenwert einräumt, wie dem Höchstgebot für Grundstücke. Somit hatten auch Teile der regierenden SPD gefordert, dass nicht nur das Höchstgebot ausschlaggebend sein soll, sondern auch kulturelle und stadtentwicklungspolitische Aspekte Einfluss auf einen Verkauf nehmen sollen. Diese Liegenschaftspolitik hat die Kalter-Holzig-Gruppe gekonnt ausgetrickst: Statt denjenigen Rückenwind zu geben, die dem Projekt bessere Bedingungen und Konditionen hätten verschaffen, haben die Projektträger selbst den Höchstbetrag für das Grundstück geboten und somit eine neue Liegenschaftspolitik ins Leere laufen lassen. Das Projekt gilt nun als ein Rückschlag für die Stadtpolitik, ein neuer Egoismus. Einen Egoismus sozusagen, den der LichtPARK auch schon zu spüren bekommen hat.
Bildquelle: facebook/Bar25-Label








