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Berghain: Kameraaufkleber oder Hausverbot

So krass setzt der Szene-Club sein Fotoverbot durch.

Mythos Berghain: Der vielleicht beste Technoclub der Welt ist für seine strengen Hausregeln bekannt. Foto- oder Videoaufnahmen aus dem Inneren des ehemaligen Heizkraftwerks sind strengstens untersagt und absolut verboten. Damit sich auch wirklich jeder an das Verbot hält, werden seit kurzem alle Handykameras mit Stickern überklebt. Ist das wirklich nötig?

Am Wochenende tauchten auf Facebook Bilder von Smartphones mit großen, runden Stickern auf. Ein neuer Trend? Nein, damit sollen laut der User Handykameras am Eingang des Berghain „unschädlich“ gemacht werden. Doch damit nicht genug: Beim Verlassen des Clubs werden Stichproben durchgeführt, um zu überprüfen, ob die Sticker noch intakt und die Kameras somit unbenutzt sind. Fehlen die Aufkleber, droht dem Berghain-Besucher ein mehrmonatiges Hausverbot.


Screenshot via Facebook

Über die Maßnahme sein Clubgut vor neugierigen Blicken zu schützen,  teilen sich die Meinungen. Aus Sicht der Betreiber machen die Aufkleber durchaus Sinn. Immerhin lebt der Mythos „Berghain“ davon, dass nicht jedes Wochenende Tausende von Selfies in den sozialen Netzwerken landen. Der Club grenzt sich von der Außenwelt ab, damit die Besucher ihre Anonymität und Freiheit in vollen Zügen ausleben können. Oberstes Gebot: Was im Berghain passiert, bleibt im Berghain! Der Zwang auf Twitter, Facebook und Co. jedes noch so kleine Detail seines Lebens zur Schau zu stellen, passt nicht zum Konzept des Clubs.

Schränkt das drastische Durchsetzen des Kameraverbots die Freiheit, die im Berghain herrschen soll, ein oder sind die Kameraaufkleber im Berghain der Preis für eine Nacht in Freiheit? Was denkt ihr?

Fotos: Beautiful celebrity saying no to camera shooter via Shutterstock & mlaiacker via Flickr

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