Besoffen? Pinkeln statt Pusten!
Urinale entlarven betrunkene Clubbesucher.

Wer in einem Club in Singapur zu tief ins Glas geguckt hat, der wird jetzt auf der Herrentoilette entlarvt und muss für die Heimfahrt ein Taxi in Anspruch nehmen. Der „Pee Analyzer“ macht’s möglich.
Im letzten Jahr kam es in Singapur wegen Trunkenheit am Steuer sehr oft zu Unfällen. Viele davon endeten tödlich. Darum hat man sich jetzt so einiges einfallen lassen, um die Leute daran zu hindern, sich betrunken hinters Steuer zu setzen. Die DDB Group Singapore hat jetzt den Pee Analyzer entwickelt.
Im Zouk Nachtclub werden mithilfe dieser Technik bereits Clubgäste auf ihre Fahrtauglichkeit überprüft. Dies funktioniert folgendermaßen: Besucher, die den Parkservice des Clubs wahrnehmen, werden mit einer besonderen Parkkarte ausgestattet. Besuchen die Gäste dann die Toilette des Clubs, misst der sich im Urinal befindliche Pee Analyzer den Alkoholgehalt im Urin. Das Gerät verbindet sich mit der Karte, auf der die Daten des Toilettenbesuches gespeichert werden.
Direkt über dem Urinal befindet sich eine Tafel, die dem Gast signalisiert, ob er noch fahrtüchtig ist oder nicht. Will dieser dann später sein Auto abholen, wird die Karte gescannt. Ist der Fahrer nüchtern, bekommt er sein Auto, ist er laut Pee Analyzer zu betrunken um zu fahren, wird angeboten, ein Taxi zu rufen oder den Fahrshuttle des Clubs in Anspruch zu nehmen.
Natürlich können die Mitarbeiter dem Gast den Zutritt zu seinem Auto aber nicht verwehren, falls dieser sich doch entscheidet, zu fahren. Außerdem ist der Pee Analyzer zunächst nur auf der Männertoilette im Test und natürlich nicht unfehlbar beziehungsweise unumgehbar. Dennoch hat die Aktion Wirkung gezeigt. Rund 340 von 570 Besuchern ließen ihr Auto auf die Empfehlung hin stehen. Außerdem errege das System Aufmerksamkeit und spreche den Fahrer persönlich an sagen Kritiker.
Ob das System sich also durchsetzen wird, ist fraglich. Die Idee dahinter ist allerdings gut und der ein oder andere Autofahrer ist sicherlich überrascht über sein Ergebnis und lässt sein Auto beim nächsten Mal lieber stehen.
Bildquelle: flickr.com / jpmartineau
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