Billig-Benzin oder Super-Shop?
Testlauf der Spritpreis-App.

Als am vergangenen Donnerstag verkündet wurde, dass Spritpreise nun quasi in Echtzeit - im fünf-Minuten-Turnus - abgefragt werden können, brach so manch ein Server der vier ersten Online-Dienste zusammen. Dabei soll es oft gar nicht der Spritpreis sein, der die Tankstellen-Wahl der Autofahrer beeinflusst.
Preisvergleiche der Benzinkosten gab es im Internet schon lange. Allerdings konnte man sich auf diese nicht wirklich verlassen. Das soll sich nun ändern. Im fünf-Minuten-Takt werden die Spritpreise von mehr als 13.000 Tankstellen in ganz Deutschland verglichen. Fünf Minuten deswegen, da fast alle der bundesweiten Tankstellen seit Ende August Preisänderungen binnen fünf Minuten dem Bundeskartellamt melden müssen, sonst droht ein Bußgeld. Nur ganz kleine Tankstellen sind ausgenommen.
Das Kartellamt gibt diese Preisveränderungen nun an Info-Dienste weiter. Für den bis zum 1. Dezember 2013 geplanten Testlauf sind das der ADAC, clever-tanken.de, mehr-tanken.de und spritpreismonitor.de. Die Server brachen am vergangenen Donnerstag bereits zusammen. Jeder wollte scheinbar checken, welche Tanke die günstigere ist. Es kam sogar zu manch einer Überraschung. So schreibt ein User: "Ich hab grad mal die Preise verglichen und auf einmal sind die teuren Tankstellen bei mir in der Nähe wie Shell oder Esso einer der günstigsten. Die, die normal sonst die günstigsten sind, sind 1 Cent teurer."
Untersuchungen sollen übrigens zeigen, dass viele Autofahrer überhaupt nicht auf den Preisunterschied achten. Für viele ist ein gut ausgestatteter Shop wichtiger, einige haben eh eine Tankkarte und manchen ist es auch schnurzpiepegal. Ja, und wieder andere, die sollen sogar eine Stamm-Tanke präferieren. Hört sich doch auch viel besser an, als die traditionelle Kneipen-Variante: "Schatz, wenn du mich suchst: Ich bin in meiner Stamm-Tanke."
Foto: Flickr.com / 180Pixel
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