Bist du bereit fürs Zusammenziehen?

Diese Fragen werden dir helfen eine Antwort zu finden.

Bist du bereit fürs Zusammenziehen?: Diese Fragen werden dir helfen eine Antwort zu finden.
Eine gute Freundin hat mir mal gesagt: Wenn du Zweifel hast, lass es. Du musst es aus tiefstem Herzen wollen. Aber es steckt noch mehr dahinter.

Ihr seid eine Weile zusammen und liebt euch sehr? Dann kommt irgendwann unweigerlich die Frage: Zusammenziehen oder nicht? Es gibt natürlich praktische Gründe, zum Beispiel die geteilten Kosten. Oder die romantischen Gründe: Viel Zeit mit dem Partner verbringen und noch mehr Teil seines Alltags zu werden. Doch so einfach wie es scheint, ist es nicht. Denn jeder muss etwas aufgeben, um mit dem jeweils anderen zusammenleben zu können. Da wäre zum Beispiel die Blümchentagesdecke und die eintausend Kerzen, die Mädels nur selten mitschleppen dürfen. Poster von zwei schmusenden Mädchen, die er ihr als moderne Kunst verkauft, müssen ebenfalls draußen bleiben aus der gemeinsamen Wohnung.

Ich habe für mich ein paar grundsätzliche Fragen aufgeschrieben, die ich gern mit euch teilen möchte. Vielleicht helfen sie euch ja bei der Entscheidungsfindung, ob ihr mit eurem Schatz zusammenziehen solltet oder nicht. Ich hatte am Ende dieser Fragen eine Entscheidung für mich getroffen.

Zuhause ist da, wo meine Sachen ihren Platz haben

Ich mag es, wenn alles seine Ordnung hat und ich blind nach Dingen greifen kann. Der Schlüssel liegt neben der Tür, die Fernbedienung ist immer in der Schublade unter dem Wohnzimmertisch, meine Nagelfeile im Schränkchen neben dem Nagellack und so weiter. Bei zwei Wohnungen hat jeder nur Inseln beim anderen. Aber kann ich es akzeptieren, wenn auch bei einer gemeinsamen Wohnung nicht alles an seinem Platz ist? Zum Beispiel, weil unterschiedliche Auffassungen von Ordnung bestehen?

Du kannst nichts verstecken

Bei einer gemeinsamen Wohnung kann man weniger kaschieren und nie allein sein. Ich kann es nicht ertragen, wenn man den anderen beim Fußnägel schneiden sieht. Wenn ich allein bin und keinen mehr erwarte, liebe ich meine Sweatpants und Gerichte mit viel Knoblauch. Und wie soll ich erklären, dass ich eigentlich ein Riesenfan von brasilianischen Telenovelas bin? Freunde, diesen Freiraum muss man nicht aufgeben. Man muss sich nur absprechen. Denn trotz großer Liebe und inniger Partnerschaft will ich manche Dinge auch einfach nur für mich tun. Akzeptiert mein Partner das und akzeptiere ich das bei ihm?

Streit und Versöhnung

Gut, ich bin ein temperamentvoller Mensch. Aber wer ist nicht schon mal nach einem Streit aus der Wohnung gestürmt und hat die Tür geknallt? Frauen warten dann ja für gewöhnlich darauf, dass der Mann zu Kreuze kriecht, auch wenn es nicht unbedingt sein Fehler war. Nun müsst ihr nicht mehr warten, bis er vor eurer Tür steht. Und rausstürmen ist auch doof, so ohne eigene Wohnung. Und die Tage werden kürzer und kälter. Könnt ihr euch mit eurem Partner auseinandersetzen? Ehrlich reden? Schmollen ist natürlich weiterhin erlaubt. Nur wenn man den Schritt der gemeinsamen Wohnung wagt, sollte man einen Streit gemeinsam überstehen.

Müll, Socken und andere fiese Tiere

In jedem Psychotest ist es die Zahnpastatube, die das Zusammenleben zum Scheitern bringt. Ich nominiere Müll rausbringen, Socken sortieren, sich um Rechnungen kümmern und putzen. Können wir für den Haushalt Verabredungen treffen, damit nicht alles an einem hängenbleibt?

Hier wohne ich

Das neue Zuhause muss ein gemeinsames Zuhause sein. Klappt selten, wenn die Wohnung bereits von einem Partner bewohnt wurde. Denn dann ist der Zugezogene stets der, der sich unterzuordnen hat. Die Wohnung ist ja bereits eingerichtet. Die dort geltende „Hausordnung“ wird sich kaum ändern. Hier stecken viele Erinnerungen an wilde Partys oder Ex-Partner. Kann ich mich damit arrangieren, dass ich dazuziehe oder braucht es für beide einen Neuanfang?

Wer denkt, dass Zusammenziehen bedeutet, dass man sein Leben kompromisslos weiterführt und nur die schönen Sachen teilt, der wird mit der neuen Situation nicht glücklich. Wer aber den anderen so nimmt, wie er ist und seine Macken geduldig und großzügig ertragen kann, der kann sich getrost in einen neuen, spannenden Lebensabschnitt stürzen.

Ich wohne jetzt seit knapp einem Jahr mit meinem Freund zusammen und wir haben seitdem viele heiße Diskussionen geführt. Mich macht es wahnsinnig, dass er immer seine Schuhe hinter der Haustür abstellt, sodass ich mit den Einkäufen nicht durchkomme. Es treibt mich auf die Palme, dass er ständig die Fenster aufreißt, obwohl mir kalt ist. Und von seiner Vorliebe für blutige Fleischberge im Kühlschrank will ich gar nicht erst anfangen. Aber ich liebe es, jeden Abend in seinen Armen einzuschlafen, mit ihm unser Nest einzurichten und von unserer Zukunft zu träumen. Wenn ich nicht gerade schmolle.

Foto: people, relationship difficulties, conflict and family concept - unhappy couple having argument at home via Shutterstock

 

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