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Blutiger Kampf: Rock am Ring vs. Grüne Hölle
Wer die wirklichen Verlierer sind.

Die Entscheidung, das Rock am Ring Festival 2015 am Flugplatz im rheinland-pfälzischen Mendig stattfinden zu lassen, wird vermutlich harte Konsequenzen für das Rock am Ring und das Grüne Hölle Festival 2015 nach sich ziehen. Denn beide Rock-Events finden nicht nur an ein und demselben Wochenende statt, sondern auch nur rund 34 Kilometer voneinander entfernt. Der Kampf um das bessere Line-Up hat längst begonnen. Bitter, denn am Ende wird es einen großen Verlierer geben.
Die Entscheidung ist längst gefallen: Rock am Ring wird 2015 nicht wie zuerst erwartet in Mönchengladbach stattfinden (wir berichteten), sondern am Flugplatz im rheinland-pfälzischen Mendig. Gerade einmal 34 Kilometer von der alten Heimat, dem Nürburgring, entfernt. Und genau das könnte sowohl dem Rock am Ring Festival als auch dem Grüne Hölle Festival jetzt zum Verhängnis werden.
Denn beide Festivals werden vom 5. bis zum 7. Juni 2015 stattfinden. Bereits vor einigen Wochen prophezeite der Geschäftsführer des Konzertveranstalters FKP Scorpio, Folkert Koopmans, via Rollingstone.de, ein „Blutbad", sollten beide Festivals 2015 in zeitlicher und räumlicher Nähe stattfinden. Und genau dies scheint nun Realität zu werden.
Doch was versprechen sich die Veranstalter von ihrer Entscheidung? Während Marek Lieberberg beweisen will, dass sein Event den Nürburgring nicht braucht, um erfolgreich zu sein, geht es den Veranstaltern des Grüne Hölle Festivals um das Gegenteil. Sie wollen zeigen, dass erst der Nürburgring Rock am Ring zu dem gemacht hat, was es ist. Deshalb wollen beide Veranstaltungen durch ein einzigartiges Line-Up überzeugen. Das bedeutet höhere Gagen für die Künstler und steigende Ticketpreise für die Besucher.
„Wir verhandeln mit etwa 75 Künstlern und Bands und werden - wie immer gesagt - erst ankündigen und in den Vorverkauf gehen, wenn die Mehrzahl der Künstler feststehen und wir alle Genehmigungen haben“, so Peter Schwenkow, Geschäftsführer der Deutschen Entertainment AG (DEAG) und Veranstalter des Grüne Hölle gegenüber der Rheinischen Zeitung. Bisher hofft die DEAG noch darauf, dass Marek Lieberberg nicht die notwendigen Genehmigungen für Rock am Ring bekommt, um dem Grüne Hölle Festival den Kampf anzusagen.
Die Fans der beiden Festivals erwartet nun ein Kampf der Rockfestival-Giganten. Ergebnis: Vermutlich viele starke Künstler zu horrenden Ticketpreisen. Damit haben am Ende beide Festivals verloren. Noch mehr aber die Besucher. Wie seht ihr das?
Foto: Willie Thiel via Flickr








