Themen: Musik, CD, Kulturen, Rostocker, Polyphonie

Bunt statt braun

Mit der CD „Polyphonie der Kulturen“ wurde ein beispielhaftes Muster geschaffen, auf dem sich die Rostocker Produzenten jedoch längst nicht ausruhen wollen. In Arbeit ist bereits eine ergänzende CD-ROM, mit deren Hilfe die Musik und Texte rechtsextremistischer Bands analysiert werden sollen. Eine perfekte Möglichkeit für Lehrer ihren Schülern diese Thematik nahe zu bringen. Außerdem eine treffende Reaktion auf rechte Gruppierungen und deren Mitgliederwerbung mithilfe von kostenlosen, rechtsextremen Musik-CDs, die auf Schulhöfen verteilt werden.

Der Stil ist sehr vielfältig und reicht von Hip-Hop und Reggae über Salsa und Samba bis zu Capoeira und Flamenco. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Aufnahmen aus drei Gruppen zusammensetzen: aus Migranten, aus Musikern mit lateinamerikanischem Hintergrund und aus interkulturellen deutschen Gruppen. Das Lied „Buntes Rostock“ steht bei dieser Weltmusik-CD besonders im Vordergrund. Es wurde von rund 100 Kindern und Jugendlichen aus Rostocker Chören einstudiert und dient als Rahmen für die Aufnahmen.

Jetzt ist die Weltmusik-CD „Polyphonie der Kulturen“ fertig gestellt und konnte im Rahmen des diesjährigen Festivals „Nacht der Kulturen“ der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die CD, welche die vielseitige Rostocker interkulturelle Musikszene widerspiegelt, ist in einer Auflage von 2000 Stück erschienen und kann nun seit der „Nacht der Kulturen“ am Samstag erworben werden. Sie enthält 19 Lieder von interkulturellen Rostocker Bands und städtischen Kinder- und Jugendchören.

Fremdenfeindlichkeit – ein Problem das gerade in unserer Region immer wieder Aufmerksamkeit verlangt. „Dagegen muss ein Zeichen gesetzt werden.“, dachten sich die Bürgerinitiative „Bunt statt braun“ und die Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Gemeinsam nahmen sie sich vor eineinhalb Jahren eines musikalischen Projektes gegen Rechtsradikalismus und für mehr Toleranz gegenüber Menschen anderer Kulturen an.

 

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