Themen: Mallorca, Saufen, Malle, Strand, Urlaub
Bye Bye Ballermann?
Saftige Strafen für heiße Höschen und Saufgelage.

Schluss mit betrunkenen Touristen, halbnackten Urlauberinnen und Eimersaufen an den Stränden. Die Regierung Mallorcas hat genug von ihrem Image als Partyinsel und will endlich seriös werden. Doch das geht nur, wenn man die ganzen Party-Touristen loswird. Deshalb verhängt die Insel ab sofort saftige Geldstrafen für exzessives Feiern. Wer will denn dann denn noch an den Ballermann?
Über ein Jahr lang stritten die Politiker auf Mallorca über neue Benimmregeln für Touristen. Schon damals berichteten wir über die Pläne auf der Partyinsel. Nach langwierigen Diskussionen und zahlreichen Protesten wurde nun am vergangenen Montagabend die „Verordnung für zivilisiertes Zusammenleben“ verabschiedet. Wer bereits einmal auf Malle war, dem dürfte klar sein, dass es mit dem entspannten Partyurlaub am Playa de Palma nun ein Ende hat.
Bereits seit dem 28. Juni 2013 ist es an den Stränden verboten, nachts ein Saufgelage abzuhalten. Ab sofort allerdings darf auch am Tag weder am Strand, noch auf den Straßen Alkohol konsumiert werden. Wer dennoch dabei erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 400 Euro rechnen. Das gleiche gilt, wenn man trotz roter Fahne im Meer schwimmt.
Auch mit den gemütlichen Spaziergängen ist es vorbei. Zumindest, wenn ihr dies im Bikinioberteil oder gar mit freiem Oberkörper tut. Denn das finden die Politiker auf Malle überhaupt nicht toll. Wer also abseits vom Strand und Promenaden leicht bekleidet erwischt wird, muss zwischen 50 und 200 Euro Strafe zahlen. Doch das ist noch lange nicht alles. Des Weiteren sind ab Juni folgende Dinge ebenfalls verboten und werden mit bis zu 400 Euro geahndet: Betteln, Fahrradfahren auf dem Gehweg, Spucken oder öffentliches Urinieren, Straßenmusik, Graffiti oder anderer Vandalismus, sowie Prostitution.
Böse Zungen behaupten inzwischen, dass die Regierung auf Mallorca alles versucht, um die Partytouristen loszuwerden, damit sie sich ein neues Image als Urlaubsparadies für die Reichen und Schönen aufbauen kann.
Foto: Deborah Kolb & Andresr via Shutterstock








