Thema: Tattoo
Chinesische Blödsinn-Tattoos
Was die Zeichen tatsächlich bedeuten.

Arschgeweihe und Tribals sind längst out, chinesische Tattoos immer noch voll im Trend. Das war vor zwanzig Jahren so und wird vermutlich auch so bleiben. Steckt immerhin etwas Geheimnisvolles hinter der Sprache, die kaum ein Mensch hierzulande lesen kann. Meistens noch nicht mal der Tätowierte selbst. Und das kann zu ziemlichen Blödsinn führen.
Tian Tang beherrscht die chinesische Sprache mitsamt ihren kuriosen Zeichen. Er hat den Blog HanziMatter ins Leben gerufen, auf dem er sämtliche Irrtümer und falsch gestochene Tattoos gnadenlos auffliegen lässt. Ganz zur Schadenfreude vieler Leser. Klar, Hauptsache man ist selbst nicht der Blöde. Täglich erreichen Tian E-Mails mit Fragen zu Tattoos, die nicht selten über 30 Jahre alt sind. Er meint: “90 Prozent der Tattoos ist nichts als Gibberish - also absoluter Blödsinn.” Au weia.
Wer also einen vermeintlichen Liebesbeweis an seinen Liebsten oder die Liebste jahrelang auf dem Rücken zu tragen glaubte, kann Glück haben, dass alles korrekt übersetzt wurde, die Sprache komplett frei erfunden ist und somit Null Bedeutung hat - oder er hat ziemliches Pech. In letztem Fall könnte die Ode an den Schatz etwas völlig anderes bedeuten. Oft hat es nicht das Geringste mit der eigentlichen Aussage zu tun.
Eine Dame dachte beispielsweise, sie trüge die Initialen ihrer beiden Töchter, ESO und EGO in Englisch, auf ihrem Nacken. Was die Zeichen tatsächlich bedeuteten, hätte sie nicht ahnen können: "place dog, dog place?" Wie bitte? Wohin mit dem Hund? Ein anderer User war im Glauben, er hätte die Zeichen für "unzerbrechlich" auf seinem Arm tätowiert. Leider ein Trugschluss. Die Zeichen-Kombination bedeutet nämlich das Gegenteil: "etwas beschädigen/ zerstören". Da wird aus dem Superheld ganz fix der Supergau. Dann doch lieber ein Arschgeweih.
Foto: Flickr.com / 滕
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