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Clubsterben: Gibt es das wirklich?
Wie die Meinungen auseinander gehen.

Der Knaack Club in Berlin, die Bar 25, das Düsseldorfer Foyer oder die Diskothek Nachtschicht im Sauerland, sie alle mussten in den letzten Monaten schließen. Das führte dazu, dass bei vielen der Begriff "Clubsterben" fest verankert ist, mehr noch, hat er sich doch schon regelrecht eingebürgert. Gründe für die Schließungen gibt es viele.
So steigen bei einigen Clubs einfach die laufenden Kosten. Pachten schnellen in die Höhe, die Energiekosten steigen. Der Stromverbauch in einer Disco ist enorm, etwa für Lüftungs-,Sound- und Lichtanlagen. Hinzu kommen die Auflagen vom Bauordnungsamt. Für jeden Umbau, neue Einbauten oder Nutzungsänderung bedarf es Genehmigungen. Mal abgesehen, dass diese oftmals gefühlte Ewigkeiten auf sich warten lassen, sind sie natürlich auch allesamt gebührenpflichtig. Das Nichtraucherschutzgesetz betrifft zudem viele, oftmals kleine Clubs oder Musikkneipen, die nun um ihre Existenz fürchten.
Andere, wie zum Beispiel Westbam oder Johnnie Stieler (ehem. Besitzer des Horst Krzbrg in Berlin), argumentieren damit, dass dieses mysteriöse "Clubsterben" überhaupt nicht existiere. Während Westbam in einem Interview erklärte, dass er es für ganz "normal" halte, dass alte Club schließen, damit neue eröffnen können, sieht Stieler das Problem in der steigenden Konkurrenz. Die Clubkultur könne seiner Meinung nach nicht aussterben, da es hierfür viel zu viele Clubs gäbe. Allein in Berlin habe sich die Anzahl der Clubs in den letzten Jahren verdoppelt. Es sei also genau das Gegenteil der Fall. Stieler denkt, dass es einfach nicht ausreichend Partygänger geben würde. Gäbe es weniger Clubs, so müssten auch weniger von ihnen schließen.
Die Meinungen gehen also weit auseinander, wahrscheinlich spielen alle diese Aspekte eine elementare Rolle.








