Themen: Club, CocoonClub

Cocoon Club bittet zum letzten Tanz!

Eine Ära geht zu Ende.

Am 30. November soll es nun also doch soweit sein: Der CocoonClub in Frankfurt bittet zum letzten Tanz. Es ist beschlossene Sache, der Club muss schließen. Wahrscheinlich für immer.

Als Sven Väth und die Mitbegründer den CocoonClub in 2004 eröffneten, fing alles gut ein. Ein bahnbrechendes, neuartiges Konzept, das alles bisher Dagewesene in den Schatten stellte: Ein Fassungsvermögen von 1.500 Besucher, der Club besitzt zwei Restaurants, mehrere Lounges, Bars und einzelne kleine „Cocoons“, in die Wand eingelassene Sofanischen, von denen einige extra anzumieten sind. Einzig allein die Preispolitik galt schon damals für viele als absolut überteuert. 


Seit einiger Zeit soll der Cocoonclub nun schon rote Zahlen schreiben, speziell die beiden Restaurants Silk und Mikro sollen hierfür einen großen Teil der Verantwortung tragen. Trotz des Sternekochs Mario Lohringer werden hier von Wochenende zu Wochenende Verluste gefahren. Der zuständige Insolvenzverwalter Frank Mößle schaute sich das Prozedere nun für einen weiteren Monat an und ist zu keinem guten Ergebnis gekommen. Im Gegenteil. Der Club könne sich mit den gegebenen Strukturen selbst nicht mehr halten, der Mietvertrag sei ohnehin schon gekündigt.

Am 30. November öffnet der CocoonClub das letzte Mal, wenn sich keine Sponsoren finden lassen.
Auf Facebook schreiben die Betreiber: 

Hallo Leute, Wie ihr ja bereits in den letzten Wochen mitbekommen habt, steht es nicht gut um unseren Club. Leider konnten wir die drohende Schließung bis jetzt nicht abwenden und wir planen nun unsere letzte Party am 30.11. Genauere Informationen hierzu erhaltet ihr nächste Woche. Lasst uns die letzten Wochenenden noch gemeinsam Spaß haben und unserem Club einen würdigen Abschied geben. Euer Cocoonclub Team

Die 81 Mitarbeiter des Cocoons werden bis zu Schließung durch die Insolvenzkasse bezahlt. Dem "Babba" sein Label, Cocoon Recordings, und die damit verbundene Musik bleiben uns erhalten. Die international renommierte Musikschmiede hatte nämlich von Anfang an nichts mit dem Club zu schaffen. Glück gehabt!

Teile diesen Beitrag:
Kommentare
Das könnte dich auch interessieren