Themen: Drogen, Coffeeshops
Coffeeshops wieder für Touristen offen?
Niederlande denken über Gesetzesänderung nach.

Wer bis 2012 für einen Kurztrip nach Holland gefahren ist, der tat dies entweder, um günstig einzukaufen, für einen Stranduraub oder eben um sich Cannabis zu kaufen. Doch seit dem ersten Mai letzten Jahres ist es mit dem Drogentourismus vorbei. Die Regierung führte den sogenannten "Wietpas" ein, der verhindern sollte, dass Ausländer in den Coffeeshops der Städte an Drogen kommen. Grund dafür war die viel zu hohe Anzahl an Touristen, die einzig und allein zum Kiffen kamen. Cannabis darf seither nur noch an volljährige Holländer verkauft werden, die nachweisen können, dass sie in den Niederlanden wohnen.
Doch diese Regelung brachte mehr Probleme, als gedacht. Zwar ist die Anzahl von Drogentouristen von 1,5 Millionen auf 400.000 gesunken, aber dafür haben die illegalen Straßendeals zugenommen. Viele Coffeeshops wurden zu Privatclubs, wodurch auch viele der einheimischen Kunden fernblieben. Des Weiteren wurde nun auch bekannt, dass alleine in Maastricht 13 der 14 Shops schließen mussten, weil sie trotz des Verbotes an Ausländer verkauften, heißt es in der Berliner Zeitung. Zuvor hatten die Maastrichter Läden ihre Türen wieder für alle geöffnet, da die Vereinigung der Maastrichter Coffeeshops (VOCM) es als Freibrief auffasste, als ein Gericht Ende April die Schließung eines Shops als unrechtmäßig einstufte .Die Polizei reagierte mit Durchsuchungen, ordnete Schließungen an und leitete Strafverfahren ein. Ob und wann die Läden wieder öffnen können, ist unklar. Derzeit hat nur noch ein Coffeeshop in Maastricht geöffnet.
Eine Möglichkeit wäre dabei, Shops nach außerhalb zu verlegen. In der Innenstadt von Maastricht wäre der Verkauf nach wie vor verboten, doch einige Kilometer außerhalb der Stadt würde das Verbot nicht mehr greifen und Touristen könnten dort wieder Cannabis kaufen. Es könnte also sein, dass Holland bald wieder offiziell für Cannabis-Touristen geöffnet wird.
Bild: flickr / Julie°_°








