Themen: RTL, Fernsehen, TV, Drogen, Kiffen, Cannabis, Marihuana, Experiment, Jenke
Das Jenke-Experiment: Nicht ohne Folgen
Selbstversuch sorgt für Diskussionen.

RTL-Zuschauern wird Jenke von Wilmsdorff ein Begriff sein. Als Reporter war er für das TV-Magazin „Extra“ in der Welt unterwegs und berichtete beispielsweise aus Fukushima oder von einem Flüchtlingsboot. Immer wieder stellte sich der Reporter gefährlichen Situationen und ging an seine Grenzen. Vielen wird sein Selbstversuch „Drei Wochen Fastfood“ noch gut in Erinnerung sein, wo sich der gebürtige Bonner drei Wochen lang ausschließlich von Fastfood ernährte und das Experiment mit einer Leberverfettung und dem Ergebnis, dass einseitige Ernährung fatale Folgen für den menschlichen Organismus haben kann, beendete.
Seit Anfang März zeigt RTL eine eigene Doku-Reihe des Grenz-Reporters. Unter dem Namen „Das Jenke-Experiment“ stellt sich der 47-jährige Aufgaben, die Thema in Deutschland sind. Darunter die bisherigen Folgen der ersten Staffel zu Alkohol, Altern, Armut und Frau sein und gestern auch das Thema Drogen. Eine starke Auftaktfolge der zweiten Staffel des Jenke-Experimentes. Vor allem die 14- bis 29-jährigen schienen von dem Thema mehr als begeistert und brachten RTL eine Quote von 23,5 Prozent ein. Dabei sahen sie den Extrem-Reporter im niederländischen Haarlem gastieren. Direkt über einem Coffeeshop nistete sich Jenke in einem kleinen Zimmer ein, um seinen Selbstversuch durchzuführen. „Ein Joint am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen“ ließ der Reporter als seinen neuen Leitsatz verkünden. Immer mit dabei: Sein neuer Freund, der Joint.
Nach anfänglicher Lethargie und einigen Lachkicks später, besucht den RTL-Reporter seinen Sohn. Verwirrt schaut dieser seinem Vater beim Kiffen zu und steht ganz offen zu seinem Bild, das er von ihm in diesem Zustand hat: Ekel und Respektverlust. Doch damit endet das Jenke-Experiment noch lange nicht. Der Journalist raucht sich von Droge zu Droge und probiert die verschiedensten Formen des Konsums aus. Und er spricht mit Süchtigen, Kranken und Medizinern und beginnt damit die breite Diskussion um die Legalisierung von Cannabis in Deutschland.
Bereits vor der gestrigen Ausstrahlung wurde im Netz heiß über die Folgen und die Legalisierung von Cannabis diskutiert. In einigen Ländern erlaubt, darf Marihuana hierzulande seit 2011 auf Rezept verkauft werden. Die Fälle sind jedoch sehr begrenzt und die Krankenkassen stellen sich teilweise quer, um die Kosten dafür zu akzeptieren. Grüne und CSU denken bereits über eine Gesetzesentwurf zur medizinischen Freigabe von Marihuana nach. Immerhin wollen 54 Prozent, dass die natürliche Droge als Arzneimittel freigegeben wird.
Doch was hat das Jenke-Experiment nun letztendlich gebracht? Der Reporter selbst ist für einen offeneren Umgang mit dem Thema. Dabei sieht er vor allem Gefahren in der Stigmatisierung der Cannabis-Konsumenten. Er rät zu einer umfassenden Aufklärung und geht damit in die offene Frage: Soll Marihuana in Deutschland legalisiert werden?
Was meint ihr zu dem Thema und was hat die gestrige Folge "Das Jenke-Experiment" Deutschland gebracht? Diskutiert mit!
Foto: (c) RTL








