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Dauerpleite: David erzählt, wie er seine Eltern trotzdem stolz macht

Schlaues Kerlchen.

Quelle: George Rudy / shutterstock.com

Seit ich vor drei Jahren aus einem kleinen Kuhkaff nach Köln gezogen bin, um „irgendwas mit Medien“ zu studieren, habe ich zwar endlich mehr als nur einen fahrenden Bus vor der Tür, bin aber leider dauerpleite. Meine Kohle habe ich gegen ein fancy WG-Zimmer eingetauscht. Frisch gedüngte Felder wurden durch neu asphaltierte Straßen und Dauerbaustellen ersetzt. Meine Brötchen kaufe ich nicht mehr bei Tante Emma, sondern in der Hipstervariante „Emmas Enkel“. Aber: Ich liebe es. Wäre da nur nicht dieses Loch in meinem Portemonnaie.

Einkaufszettel? Brauche ich nicht mehr. Meine Runde durch den Discounter ist genauso knapp, wie das für den Einkauf zur Verfügung stehende Budget. Deshalb ernähre ich mich hauptsächlich von Nudeln mit Pesto. Das ist billig, macht satt und die ölige Paste gibt es in so vielen Geschmacksrichtungen, dass man von „abwechslungsreicher Küche“ sprechen könnte. 

Beim Feiern hänge ich mich an meine BWL-Kommilitonen, die bei ihren Praktika mehr Kohle verdienen, als ich irgendwann mal MIT Abschluss. Kurz: Ich schlage mich irgendwie durch, so wie das fast alle Studenten tun. 

Kritisch wird es nur, wenn meine Eltern hautnah erleben müssen, dass ihr Sohn ein Lebensabschnitts-Pleitegeier ist. So wie vor drei Wochen, als sie zu Besuch in Köln waren und Mama erstaunt vor meinem 2,50 Meter hohen Pfandflaschen-Turm stand. Als sie anfing, mir das Messie-Syndrom zu diagnostizieren und sich hektisch eine Träne aus dem Gesicht wischte, musste ich handeln. Also gestand ich, dass sie gerade meine knapp drei Meter hohe Geldanlage entdeckt hätte.

„DAS ist dein Notgroschen?“ fragte Papa schockiert. Jepp, und manchmal ist das sogar mein Monatsbudget. Seitdem trudeln ständig kleine Päckchen ein. 

Meine Mutter schafft es, darin einen kompletten Hausstand zu verstauen. Socken, Zahnpasta, Konserven. Hin und wieder auch eine luftgetrocknete Salami (Jackpot). Natürlich bin ich dankbar und oft retten mich ihre liebevollen Survival-Pakete tatsächlich über den Monat. Trotzdem habe ich ein unglaublich schlechtes Gewissen und ihr schon tausendmal gesagt, dass das wirklich nicht alle drei Wochen sein muss. Vergebens. 

Immerhin sieht Papa, der alte Sparfuchs das ähnlich, weshalb ich ihn vor Kurzem zu meinem Komplizen machte. Wir richteten den beiden schnell und kostenlos ein PayPal-Konto ein: Jetzt kann ich über die Geld-Senden-Funktion der 
PayPal-App in Sekundenschnelle Geld an meine Mutter überweisen und mein Gewissen damit zumindest etwas erleichtern. Das Gute dabei ist, dass ich von meinen Eltern jetzt genauso schnell ein paar Euro empfangen kann, wenn es mal wieder eng mit dem Geld wird.

Als ich dann kürzlich zu Besuch bei meinen Eltern war, höre ich Papa leise „Lehrjahre sind keine Herrenjahre, Junge“ nuscheln, während meine Mutter noch schnell ein paar Löffel Nudelsalat in eine Tupperdose schaufelt (die sie mir gleich mitgeben und nie wieder bekommen wird). Und ich? Lächle unschuldig und zücke mein Smartphone, um Mama mit der Geld-Senden Funktion in der PayPal-App wenigstens die teuren Tupperdosen zu bezahlen. Ich habe zwar immer noch wenig Geld, aber zumindest ein reines Gewissen.


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Foto: George Rudy / shutterstock.com

 

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