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Der älteste Techno-Opi der Welt

Schaut euch bei uns die Bilder an.

In der Club-Szene von Amsterdam kennt ihn jeder: Der 68-jährige Jan Bakker feiert jedes Wochenende in den angesagtesten Clubs der niederländischen Metropole. Der musikbegeisterte Opa erlebte die Geburtsstunde des Technos in Amsterdam, feierte auf illegalen Raves in verlassen Lagerhallen und hat noch lange nicht vor, sein Partyleben an den Nagel zu hängen. 

In einem Interview mit Thump plaudert Jan Bakker von seiner 30-jährigen Party-Karriere. Der Rentner, der früher im technischen Handel arbeitete, ist in den Amsterdamer Clubs so bekannt wie ein bunter Hund. Nicht nur wegen seines Alters sondern auch durch seinen auffälligen Kleidungsstil erregt der 68-Jährige das Interesse der deutlich jüngeren Besucher: „Mein Stil ermutigt die Leute auf mich zu zukommen und die meisten sind sehr nett. Ab und zu höre ich jemanden sagen: ‚Lass uns näher an den Opa heranrücken, um ein Bild zu machen.‘ Darauf reagier ich aber erst gar nicht.“

 

Trotz seiner Bekanntheit bevorzugt Jan Bakker es alleine auszugehen. Als er mit einer Gruppe zum Mystery Island Festival fuhr und die anderen Teilnehmer alles durchgeplant hatten, merkte der Techno-Opa, dass er lieber nach seinen eigenen Regeln Party macht. Trotzdem hat er kein Problem damit, sich unter das junge Volk zu mischen und lässt sich gerne von Jüngeren auf Partys einladen. Dass seine Altersgenossen irgendwann aus der Szene ausscheiden, kann Jan Bakker nicht recht verstehen: „Man hat die Musik so viele Jahre genossen und nun ist es plötzlich wichtiger ein neues Auto zu besitzen?“

Außerhalb der Clubs und Festivals gibt der 68-Jährige zu kein Techno zu hören: „Diese Art der Musik ist dazu gemacht, um laut gehört zu werden. Darüber wären meine Nachbarn sicher nicht erfreut“, erklärt Jan Bakker, der seit 35 Jahren geschieden ist und alleine lebt. Zu seinen Lieblingskünstlern zählen die DJanes Nina Kraviz und Monika Kruse.

Ans Aufhören denkt der Rentner übrigens noch lange nicht. Mit seinem Fahrrad steuert er jedes Wochenende eine Partylocation an und feiert mit seinen Partybekanntschaften. Auch ein Herzinfarkt konnte den Opa bislang nicht vom Feiern abhalten. Nur mit dem Rauchen hat er seitdem aufgehört.

 

Übrigens: Mit Partydrogen sammelte Jan Bakker ebefalls Erfahrung. Allerdings hält der Techno-Opi nichts davon, sich mit Pillen oder anderen Mittel zu zudröhnen: „Man geht dorthin, um eine gute Zeit zu haben und sich auch am nächsten Tag noch erinnern zu können, wie großartig die Party war.“ Na dann: Party on, Jan!

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