Themen: Party, Kater, Alter, der lack ist ab
Der Partyexpress: Diese Stationen durchlebst du
Was zwischen den Jahren und den Partys geschieht.

Wer noch irgendwo als Teenager herumschwirrt, wird sich die folgende Frage noch nie gestellt haben. Wer gerade über 20 ist, wird seine älteren Freunde schon öfter über diese Frage diskutiert gehört haben und wer über 26 ist, wird sich einhunderttausendprozentig diese Frage immer öfter stellen und sich mit jedem neuen, vorbeiziehenden Jahr immer niederschmetterndere Antworten geben müssen: Warum feiern wir anders als früher und was ist zwischen den Jahren passiert? Wir haben den Partyexpress mit seinen verschiedenen Stationen mal näher durchleuchtet.
Wer könnte diese süße Erinnerungen vergessen, von den ersten wilden Partys? Während man mit 14 noch brav mit seinen besten Freunden die ersten Kinobesuche im Alleingang mit anschließender Pizzaparty feierte und sich vor Alkohol ekelte, vollzieht sich spätestens ab dem 16. Lebensjahr eine 180° Grad-Wendung bei der Bier, Sekt und Wein einfach nur noch zu großartigen Freunden werden.
Vom ersten Vollrausch in der Schulzeit, bevorzugt mit „Grüner Wiese“ oder einem „Amaretto Apfelsaft“ erreicht, weil Bier schmeckt insgeheim immer noch gewöhnungsbedürftig, gelangt man schnell in die Zeit der hemmungslosen Besäufnisse. Auf Studenten-Feten und WG-Partys, die ab dem 20. Lebensjahr stattfinden, treffen dann Saufen, Übergeben, Glotzen und Grabschen im Wechsel aufeinander. Mittlerweile verträgt man doppelt bis dreifach soviel Alkohol und ist von grüner Wiese auf Wodka, Whiskey und Korn umgestiegen. Es werden vermehrt schlaflose Nächte hintereinander gefeiert, ohne jemals einen echten Kater verspürt zu haben. Das Leben ist bis hier hin quasi noch ein Ponyhof.
Allzu schnell erreicht man die Mittzwanziger und findet sich im Zwiespalt zwischen weiter unbesiegbar zu sein und zugegebenermaßen doch mal eine kurze Pause einlegen zu müssen. Der erste Kater pirscht sich langsam an und bleibt ebenso in Erinnerung, wie der erste Vollrausch vor Jahren. Manche zögern diese Phase noch bis in die frühen 30er hinaus, im Normalfall endet sie aber 28 oder spätestens 29.
Die Studentenzeit ist vorbei und selbst mit dem größten Willen lässt sich die schmerzvolle Erkenntnis, dass man am Samstagabend lieber daheim bleiben möchte, nur müßig ertragen. Kurzum, der Lack ist ab und der Ponyhof hat längst geschlossen. Hat man sich dann doch auf eine Fete mit guten Freunden hinreißen lassen, mittlerweile verträgt man das fünf- bis achtfache von dem, was man noch vor 15 Jahren vertragen hat, bereut man dies meist sehr schnell. Hat man sich gerade noch wie ein unbesiegbarer Teenager gefühlt, so schwört man sich bereits am nächsten Tag nie wieder Alkohol zu trinken.
Was wir euch aber sagen können: Der Kater bleibt. Einzige Alternative: Einfach mal eine kleine Feierpause einlegen. Denn die nächste Party kommt bestimmt. Versprochen.
Fotos: Cheerful young people showered with confetti on a club party und man asleep with head on table after christmas party via Shutterstock.com / benchfrooser via Photopin








