Thema: Spieler
Devil May Cry 4
Die permanente Action in Verbindung mit der fantastischen Präsentation zieht den Spieler in seinen Bann und man will gar nicht mehr aufhören zu spielen. Ist eine Mission beendet fällt es schwer, nicht gleich die nächste Mission zu beginnen. So muss ein Spiel sein. Capcom macht mit dem neuesten Teil der Serie mächtig Werbung für die aktuellen Konsolen - Grafik, Sound und Gameplay stimmen. Alle Fans von schneller Action dürfen sich hier ohne Hemmungen in die Schlacht stürzen. Und eines ist damit sicher - die Hölle hat dabei nichts zu lachen. Spielerisch bietet sich Fans der Serie das gewohnte Bild. Neben kleineren Rätseln geht es in erster Linie darum, das Böse zu vertreiben - und das mit schlagkräftigen Argumenten. Der Spieler hat die Wahl zwischen Schießprügel, Schwert oder seinem dämonischen Arm, dem Devil Bringer. Mit diesen Hilfsmitteln lassen sich die Gegner meist sehr schnell davon überzeugen, das Zeitliche zu segnen. Mit verschiedensten kombinierbaren und erweiterbaren Combos bieten sich viele Möglichkeiten, die jedoch erst erlernt und freigeschaltet werden wollen. Die Gegnertypen sind dabei sehr verschieden und nur schwer zu beschreiben. Die Standardhorden, die einer falsch zusammengenähten Puppe mit Messern erinnern, werden beispielsweise durch lebende Rüstungen und Eisengel ergänzt. Die Zwischengegner können dabei schon ganz andere Größen annehmen und den Spieler um ein Vielfaches überragen. Doch auch diese Kämpfe übersteht unser Held sehr stilsicher und meist mit einem frechen Spruch auf den Lippen. Die einzelnen Abschnitte sind in recht linear gehaltene Missionen unterteilt. Die Unterbrechungen bremsen den Spielfluss etwas, auch wenn so die einzelnen Erfolge verbucht werden, dem Spieler eine kleine Verschnaufpause gegönnt wird und sich der Charakter weiter aufwerten lässt. 240 320 Das Spiel startet mit einem langen Intro, das teilweise vom Spieler aktiv vorangetrieben wird. Auf Wunsch werden hier auch gleich die grundlegenden Steuerungsoptionen in einem Tutorial vermittelt. Und schon hier wird klar - die Entwickler haben sehr viel Wert auf die Präsentation gelegt. Der HD-Zug kommt endgültig ins Rollen. Die Anime-Optik mag Geschmackssache sein, und manche Animationen hat man beispielsweise bei Uncharted auch schon geschmeidiger gesehen - aber das Gesamtbild lässt die Kinnlade Richtung Boden schnellen. Man wird direkt ins Spielgeschehen reingezogen. Die Details der riesigen Levels und die monumentalen Gebäude faszinieren von Anfang an. Unterstützt wird das ganze dank Dolby Digital von einer bombastischen Sound-Kullisse. Ob Schritte und Kettenrasseln, das Krachen der Schwerter, die aufeinander treffen oder die orchestrale Musik - die Präsentation muss man als Gesamtkunstwerk anerkennen. Doch bevor ihr euch auf die Schergen der Hölle stürzen könnt ist erst einmal Geduld angesagt. Die Installation zu beginn nimmt mehr als eine Kaffeepause in Anspruch. Versüßt wird euch diese Wartezeit jedoch durch die beschriebene Geschichte der ersten 3 Teile - begleitet von einem tollen Soundtrack. So können Veteranen ihr Hintergrundwissen auffrischen und gerade Neueinsteiger bekommen so einen ersten Einblick in die Welt von Devil May Cry. Der Einstieg kommt nach der Installation mit einem aufwendigen Trailer daher, der schon mal einen guten Vorgeschmack auf das gibt, was den Spieler in den nächsten Stunden erwartet. Die Dämonenjagd ist mit ihrem vierten Teil auf den Next-Generation-Konsolen eingetroffen und teilt mächtig aus. Die Geschichte um den jungen Helden Nero und seinen Kampf gegen allerlei schreckliche Kreaturen macht dabei von Anfang an Spass.








