Themen: Künstler, Barbie, Vorbild, Proportionen, Puppe

Die Normalo-Barbie

Plastikblondine mit gesunden Maßen.

Sollte Barbie nun endlich mal realistische Proportionen verpasst kriegen? Ein Künstler hat jetzt eine Mattel-Barbie nach realem Vorbild nachgebaut. Das Ergebnis sieht nicht schlecht aus.

Seit mehr als 50 Jahren ist die Barbie jetzt schon eines der beliebtesten Kinder-Spielzeuge. Fast jedes Mädchen hatte schon einmal eine. Doch verkörpert die Puppe auch ein zweifelhaftes Schönheitsideal. Und ein unmögliches noch dazu. Wie Mediziner schon vor einiger Zeit feststellten, wäre „Barbie“ als reale Person gar nicht lebensfähig. Ihre Proportionen sind nämlich so verzerrt, dass sie beispielsweise gar nicht das Gleichgewicht halten könnte (wegen der im Vergleich zum Oberkörper viel zu langen Beine). Viel gravierender noch: Durch die extrem schmale Taille würden nicht einmal alle lebensnotwendigen Organe in ihrem Bauch Platz finden.


Der Künstler Nickolay Lamm machte sich ebenfalls Gedanken um die Vorbild-Funktion der Barbie für junge Mädchen und kreierte daraufhin ein 3D-Modell einer Puppe mit normalen weiblichen Proportionen. Dafür nahm er sich die durchschnittlichen Maße 19-jähriger US-Amerikanerinnen zum Vorbild. 

Heraus kam aber eben keine Durchschnitts-Barbie: Das Modell ist insgesamt deutlich kleiner, hat größere Brüste und auch insgesamt mehr Kurven. Die Füße sind ebenfalls um einiges größer. Original-Barbie würde mit ihren kleinen Tretern zu den langen Beinen nämlich ständig umfallen.

Der Künstler fordert die Firma Mattel nun auf, die Barbies an die normalen Proportionen einer Frau anzupassen. Wir begrüßen das. Die „Normalo“-Puppe kann sich nämlich wirklich sehen lassen. Seht selbst


Bildquelle: flickr.com / unloveablesteve 

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