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Digitale Eifersucht: Das kannst du dagegen tun

So rastest du nicht mehr wegen Likes, Kommentaren und Co. aus.

Digitale Eifersucht: Das kannst du dagegen tun: So rastest du nicht mehr wegen Likes, Kommentaren und Co. aus.
Quelle: Antonio Guillem/Shutterstock.com

Während wir uns früher nur darum Gedanken machen mussten, wen der Freund beim Feiern gehen oder in der City trifft, lauert die vermeintliche Gefahr heute auch verstärkt im Netz. Facebook, Instagram und Snapchat bieten die Möglichkeit, dass auch Wildfremde aus aller Welt zu uns und unseren Liebsten Kontakt aufnehmen und das steigert bei vielen Jungs und Mädels die Eifersucht. Wir haben ein paar Tipps, damit Eifersuchtsattacken bald der Vergangenheit angehören.

„Wer ist denn dieser Tim, von dem du andauernd Bilder likest?“ „Warum kommentiert dieser komische Flo deine Fotos?“ „Was hat diese Verlinkung von dem Kerl zu bedeuten?“ Wahrscheinlich haben wir alle schon einmal einen ähnlichen Satz gehört oder sogar selbst gesagt. In der heutigen Zeit sind wir schließlich nicht nur eifersüchtig auf Leute, die unser Schatz im realen Leben kennenlernt, sondern ziehen das ungute Gefühl auch noch mit auf alle Social Media-Kanäle.

Leider verleiten die sozialen Medien aber auch einfach dazu, mal nachzuspionieren, was unser Schatz alles so treibt und dafür müssen wir nicht einmal unerlaubt in seinem Smartphone rumschnüffeln. Doch diese neue Art der digitalen Eifersucht lässt viele Paare völlig ausflippen und zerstört so nicht selten ganze Beziehungen, wie eine Studie zeigt. 

Psychologin Amy Muise befasste sich in ihrer Doktorarbeit mit diesem neuen Phänomen und fand heraus, dass soziale Netzwerke die Eifersucht bei Paaren deutlich vergrößert. Da kommt es auch gerne mal vor, dass Menschen, die sonst nicht eifersüchtig sind, es werden, wenn sie und ihr Partner ein Online-Profil haben. Jeder Zehnte hat auf diese Art und Weise bereits seinem Schatz hinterherspioniert.

GIF via giphy.com

Das Warum liegt dabei klar auf der Hand: weil man es kann. Früher war es nämlich schlicht und ergreifend nicht möglich, die Aktivitäten des Partners auf Schritt und Tritt zu verfolgen, doch heute teilen die meisten freiwillig ihr halbes Leben im Netz und lassen andere daran teilhaben. Da ist die Hemmschwelle deutlich geringer, täglich das Profil zu checken als ins Handy des anderen zu schauen oder die persönlichen Sachen zu durchsuchen.

Psychotherapeut Dr. Rolf Merkle erklärt, dass uns Kommentare und Likes so aufbringen, weil der Zusammenhang sowie Mimik, Gestik und Tonfall fehlen, um den Sachverhalt richtig einordnen zu können. Daher ist Kommunikation in einer Beziehung immer wichtig. Dabei muss man auch ansprechen, wenn man sich kontrolliert fühlt. Darüber hinaus kann man den Partner fragen, was er braucht, um erneut Vertrauen zu fassen.

Ein weiterer Lösungsvorschlag ist, weniger Zeit online zu verbringen. Ein radikaler Schritt wäre natürlich, seine Konten zu löschen, aber es reicht auch schon, wenn man dem Partner mehr Aufmerksamkeit gibt als Social Media. Gewisse Regeln sind ebenfalls hilfreich. So kann man z.B. festlegen, wen man addet (nur Freunde oder auch Fremde? Expartner?). Außerdem kann man die Privatsphäreeinstellungen so wählen, dass andere gar nicht so viel Einblick bekommen oder sehen, wann man zuletzt online war. Denn wenn man gar nicht erst die Möglichkeit geboten bekommt, dauernd online herumzuschnüffeln, legt sich die Eifersucht wie von selbst.

Foto:  Antonio Guillem/Shutterstock.com

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