DJ Mag will auf Sexismus hinweisen…
... und stellt sich selbst ein Bein.

„Have you read the original article?/ Hast du den ursprünglichen Artikel gelesen?“, dürfte wohl der häufigste Tweet des DJ Mag in den letzten Tagen gewesen sein. Dabei fing eigentlich alles ganz harmlos an.
In der letzten Ausgabe des Magazins schrieb im Rahmen der Kolumne „Rant ‚n‘ Rave“, etwa „Meckern und Raven“, eine DJane anonym über den Sexismus, mit dem sie und ihre sich Kolleginnen täglich beim Auflegen rumschlagen müssen. Um das Ganze mit einem Bild aufzuhübschen, entwarf DJ Mag einen satirisch gemeinten „Ladies Guide to Pioneer CDJ-2000“. Dieser zeigte ein Bild der Decks mit Anmerkungen wie: „Hm, vielleicht holst du besser deinen Freund/Mann, der dir damit hilft, sonst machst du es nur kaputt. Du weißt ja, wie du bist.“
Zwar wurde mit einer Anmerkung am unteren Bildrand darauf hingewiesen, dass es sich nur um einen Scherz handle, verstanden hat den aber offenbar keiner. Der Blog „HerBeats“, der sich mit Frauen in der Elektromusik beschäftigt, griff den Artikel auf und kritisierte, dass DJ Mag den „Ladies Guide“ sicherlich als Scherz meinte, dieser aber nicht auf Kosten von Sexisten, sondern auf Kosten der Frauen gehe. Auch DJane Dani Deahl teilte das Bild auf Facebook und schrieb dazu „‘War nur ein Witz!‘ ist keine Ausrede für schlechte Entscheidungen!“ Es entwickelte sich ein kleiner Shitstorm gegen das DJ Mag. Diese verweisen durch den oben genannten Tweet nun regelmäßig darauf, dass man den „Ladies Guide“ nur mit dem dazugehörigen Artikel bewerten darf.
An sich ist der Ansatz, auf Sexismus in der Szene hinweisen zu wollen, natürlich löblich. Man muss eben nur aufpassen, dass man sich im Eifer des Gefechts nicht selbst die Botschaft versaut. Denn nicht immer ist gut gemeint auch gut gemacht.
An sich ist der Ansatz, auf Sexismus in der Szene hinweisen zu wollen, natürlich löblich. Man muss eben nur aufpassen, dass man sich im Eifer des Gefechts nicht selbst die Botschaft versaut. Denn nicht immer ist gut gemeint auch gut gemacht.
Foto: DJ via Shutterstock
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