Themen: Party, DJ, Augsburg

DJ wegen Vergewaltigung angeklagt

Erst betäubt er sie, dann missbraucht er sie.

Die Schattenseite einer Partynacht: Vor einigen Monaten soll ein Diskjockey in Augsburg eine junge Frau erst betäubt und dann mehrfach vergewaltigt haben. Nun muss er sich vor Gericht verantworten.

Erst kam die Party, dann der Filmriss und am nächsten Morgen das üble Erwachen danach. Immer wieder hört man in den Medien von Fällen, in denen vor allem weibliche Diskothekenbesucher mit Hilfe von sogenannten K.O-Tropfen willenlos gemacht werden, um sich dann an ihnen zu vergehen. Für die Polizei ist es lediglich eine Dunkelziffer, die aber stetig steigen soll.

In Augsburg steht nun ein 21-jähriger DJ wegen eines solchen Falls vor Gericht. Er soll bei einem seiner Auftritte nicht nur aufgelegt, sondern auch Drogen angeboten haben. Eine junge Besucherin nahm sein Angebot an. Was sie wohl eher nicht wusste, war, dass sie Liquid Ecstasy zu sich nahm. Eine Droge, die nicht nur schnell wirkt, sondern auch zu erheblichem Gedächtnisverlust und jeglichen Verlust der Selbstkontrolle führen kann. Innerhalb weniger Minuten soll das Opfer komplett willenlos gewesen sein.

Als der DJ die einsetzende Wirkung bei seinem Opfer bemerkte, soll er mit ihr in einem Nebenraum verschwunden sein, wo er sie vergewaltigte. Später ging er mit ihr nach Hause, wo er ihr erneut Liquid Ecstasy verabreichte, um sie auch dort noch einmal zu missbrauchen. Wahrscheinlich realisierte die Frau erst am nächsten Tag, was mit ihr geschehen war und zeigte den 21-Jährigen an. Dieser muss sich jetzt vor dem Augsburger Schöffengericht wegen schwerem Missbrauchs einer widerstandsunfähigen Person in zwei Fällen verantworten.

Für Opfer von K.O-Tropfen ist es zunächst unerklärlich, wenn sie mit Verletzungen oder Schmerzen aufwachen, da mit der Wirkung auch ein kompletter Blackout einsetzt.

Fotos: Piotr Marcinski via Shutterstock

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