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Doku: Er schmuggelt sich auf jedes Festival

Er besuchte über 50 Festivals ohne Ticket.

Coachella, Glastonbury, Bonnaroo: Marcus Haney liebt große Musikfestivals. Ein teures Hobby, doch für seine Besuche hat der Amerikaner bisher keinen einzigen Cent ausgegeben. Über 50 Veranstaltungen "besuchte" der 26-Jährige in den letzten fünf Jahren ohne Ticket, und ist damit der vielleicht erfolgreichste Festivalschmuggler aller Zeiten. MTV widmete dem Mann, den kein Absperrzaun aufhält, im letzten Jahr die Dokumentation „No Cameras Allowed“.

Gefälschte Festivalbändchen aus Schnürsenkeln, Übernachtungen unter Toilettenhäuschen oder dreiste Täuschungsversuche: Viele Wege führen Marcus Haney auf das Festivalgelände. Das erste Mal schmuggelte sich der damalige Filmstudent 2010 aus purer Geldnot auf das Coachella Festival in Miami. Aus dem einmaligen Nervenkitzel wurde ein aufregendes Hobby.

Trotz Tricks und einer großen Portion Dreistigkeit klappte ticketlose Besuch nicht immer reibungslos. Flog Marcus Haney vom Gelände, wechselte er einfach seine Klamotten und versuchte auf einem anderen Weg wieder reinzukommen. Umso erstaunlicher, dass es bisher keinen Ärger mit der Polizei gab. Auch die Veranstalter freuten sich sogar über seine Anwesenheit, denn Marcus Haney genoss nicht nur die Musik und Shows auf den Festivals.

Immer an Marcus Haneys Seite war seine Kamera. Damit dokumentierte er auch, wie nah er den Künstler – darunter Superstars wie Beyonce oder Mumford and Sons – tatsächlich kam. Dank der einzigartigen Aufnahmen, die er während seiner unerlaubten Aufenthalte von den Shows schoss, ist der Festivalschmuggler mittlerweile ein gefragter Konzertfotograf und -filmer. Die Band Mumford and Sons war von seinen Aufnahmen sogar so begeistert, dass sie Marcus Haney 2011 mit auf Tour nahmen. Lohnt sich Verbrechen also doch?

Die komplette Doku über die verrückte Karriere des ehemaligen Festivalschmugglers gibt es hier. Aber zunächst der Trailer als Appetitanreger:



Foto: Scrennshot via YouTube/Soireé Eletroniques

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