Echo 2014: Avicii war die coolere Helene

Schlüpfer-Kostüm schlägt Verkaufszahlen.

Echo 2014: Avicii war die coolere Helene: Schlüpfer-Kostüm schlägt Verkaufszahlen.
Ihr müsst nicht unbedingt die gestrige Echo-Verleihung gesehen haben, um zu wissen, was im Berliner Palais am Funkturm vor sich ging. Die Nachrichten im Netz überschlagen sich förmlich mit Glückwünschen an Helene Fischer. Aber warum eigentlich? Wegen ihrem schlüpfrigen Outfit?
Es war mal wieder eine der Nächte in Berlin, die man sich getrost hätte sparen können. Zum 27. Mal verlieh die Deutsche Phono-Akademie Preise in den Kategorien Album des Jahres, Rock/Pop, Gruppe, Schlager, Volkstümliche Musik, Hip-Hop, Eelctronic Dance Music, Rock, Crossover, Newcomer, Hits, Videos, DVDs, Radio, Kritikerpreis und Produzent. Und natürlich ließen es sich die zahlreich Nominierten nicht nehmen einen Platz im Saal des Berliner Palais einzunehmen. Darunter auch sexy Shakira und Kylie Minogue, die gleich im passenden Discokugel-Outfit die Bühne beschallte. Das alles war aber nichts im Vergleich zur Schlagerkönigin Helene Fischer, die neben ihrem schlüpfrigen Schlüpfer-Kostüm in Schwarz auch noch im weißen Badeanzug performte. War die Echo-Verleihung zu einem Laufsteg verkommen oder ging es hier noch um die Musik?

Bei der Echo-Verleihung ging es leider nie wirklich um Musik. Denn entscheidend für die Nominierung sind nicht die Noten, sondern die Verkaufszahlen. Das Album des Jahres beispielsweise wird nicht an den einzelnen Tracks ausgemacht, sondern schlicht an den Zahlen der Käufer. Nur das Lebenswerk und Soziales Engagement können leider nicht an Geld gemessen werden und müssen auf der rein künstlerischen Ebene betrachtet werden.

Da bleibt es auch nicht verwunderlich, dass Beatrice Egli den Echo für den „Newcomer International“ abräumte. Beatrice wer, werden sich jetzt sicher einige fragen. Klar, kennt man doch von DSDS. Nicht? Spätestens jetzt solltet ihr die Marmeladen-Schnulzen-Sängerin auf dem Schirm haben. Denn Macklemore & Ryan Lewis sowie Imagine Dragons konnten leider nicht mit den Verkaufszahlen des Bohlen-Sternchens mithalten, das sich anschließend bei RTL bedankte, obwohl die Echo-Verleihung in der ARD ausgestrahlt wurde!

Freuen hingegen, auch wenn man es ihm nicht ansah, konnte sich Avicii. Als Preisträger „Hit des Jahres“ für seinen Track „Wake Me Up“ und „Electronic Dance Music International“ kürte ihn die Jury für etwas, was er nicht einmal verstand. Warum nicht? Immerhin ist der Echo laut Aussagen von Mediemanager Dieter Gorny der wichtigste Musikpreis in Europa. Und das sollte doch auch einen schwedischen DJ und Produzenten interessieren, oder nicht? Na wenigstens stand er nicht im Schlüpfer mit Gardine auf der Bühne, obwohl auch er nur nach seinen Verkaufszahlen beurteilt wurde.


Avicii - Wake Me Up on MUZU.TV.

Foto: Screenshot Echo-Verleihung ARD
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