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Endgültig: Pioneer DJ verkauft

Ein hoher Preis für beide Seiten.

Vergangene Woche äußerte sich das Elektrounternehmen Pioneer noch bedeckt über den Verkauf ihrer DJ-Sparte. Selbst in einer offiziellen Pressemitteilung hieß es, dass momentan alle Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Darunter auch ein eventueller Verkauf der beliebtesten DJ-Marke. Doch der Schein trügte. Oder besser gesagt, die Scheine flossen, denn Pioneer verkaufte sein bestes Pferd im Stall für über eine halbe Milliarde US-Dollar an KRR.

Für viele Fans von Pioneer DJ haben sich die schlimmsten Befürchtungen jetzt bewahrheitet. Pioneer wird ab sofort nicht mehr viel mit DJs am Hut haben und sich zukünftig lieber auf den Verkauf von GPS-Geräten und Stereoanlagen konzentrieren, heißt es laut The Wall Street Journal. Deshalb verkaufte der japanische Elektrokonzern seine DJ-Sparte nun für über eine halbe Milliarde US-Dollar (550 Millionen) an die Beteiligungsgesellschaft KKR & Co (Kohlberg Kravis und Roberts). In Deutschland hält das Unternehmen mit Sitz in New York 9,7 Prozent (61,2 Millionen Euro) an der Hertha BSC GmbH & Co. KG des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC. Mit DJ-Equipment hatte KKR bisher noch nichts zu tun.

Gegenüber der Presse rechtfertige Pioneer Präsident Susumu Kotani den Verkauf von Pioneer DJ mit den Worten: „Unser Geschäft mit DJ-Equipment hatte uns zu viel Investition gekostet, um sie weiter auszubauen. Da wir uns nun auf unsere In-Car Elektronik konzentrieren wollen, können wir dies nicht anders gewährleisten“. Mit den verbleibenden 15 Prozent der DJ-Sparte in Pioneers Händen will das Unternehmen unter anderem den Namen „Pioneer DJ sichern: „KKR wird mit dem Pioneer DJ Managementteam, Mitarbeitern und unseren Investoren zusammenarbeiten, um das Langzeitwachstum des Geschäftes zu unterstützen“, so Kotani.

Auf dem Markt des DJ-Equipments hält Pioneer DJ bisher rund 60 Prozent Marktanteile. Ein hoher Preis, den hier beide Seiten zahlen. Sowohl die DJ-Marke als auch KRR. Was mit Pioneer weiterhin geschehen wird, wir halten euch auf dem Laufenden.

Foto: Merlijn Hoek & Juliana Luz via Flickr

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