Themen: Polizei, Falle, Ruhestörung
Endlich Feiern ohne Polizei?
Vielleicht keine Ruhestörung-Beschwerden mehr.

Jeder hat es schon mindestens einmal erlebt. Bei einem Freund oder bei euch zu Hause steigt eine tolle Party. Alle haben Spaß, die Stimmung ist ausgelassen; doch plötzlich klingelt es und die Polizei steht vor der Tür. Meist ist die Party nach dem Besuch der Beamten schnell vorbei. Die Musik musste leise gedreht werden und Unterhaltungen finden nur im Flüsterton (und schon gar nicht auf dem Balkon!) statt. Doch vielleicht ist bald Schluss mit dem unerwünschten Besuch der Stimmungs-Killer in Grün.
Konkret geht es um Überlegungen der Polizei NRW, die Beamten zu entlasten. Wie die WAZ berichtet, liegt eine Liste vor, auf der verschiedene Polizeipräsidenten aus NRW Vorschläge vorbringen, um die Polizei von Bagatellfällen zu entlasten. Eine der am häufigsten genannten Bearbeitungen ist die Beschwerde wegen Ruhestörung. So manch einer kann ein Lied davon singen.
Das Ausrücken der Polizei im Falle einer Ruhestörung wird somit wohl von beiden Seiten als überflüssig angesehen. Auch die Polizei weiß, dass sie sich damit keine Freunde macht. Die Polizei Essen kritisiert sogar das Ausrücken der Polizisten im Falle von häuslicher Gewalt, etwa wenn ein Mann seine Frau verprügelt. Es stellt sich die Frage, was man aber in so einem Falle dann tun solle. Es ginge nicht darum, die Aufgaben unerledigt zu lassen, sondern sie neu zu verteilen, heißt es vielsagend in dem Bericht.
In diesem Fall ist es aber wohl schwierig, die Polizei nicht mit einzubeziehen. Der Fall der Ruhestörung durch Partys etc. liegt da schon etwas anders. Oftmals würde es mit Sicherheit völlig reichen, wenn der Anwohner, der sich gestört fühlt, einfach selbst vorbeikommt und seine Beschwerde vorbringt – oder am besten direkt mitfeiert. NRW-Innenminister Jäger betont aber, dass die hervorgebrachte Liste „nicht abgestimmt“ sei, also keine Gültigkeit besitze. Wenn die Polizei gerufen werde, käme diese auch vorbei, insbesondere im Falle von häuslicher Gewalt.
Bild 1: flickr,com / agfreiburg
Bild 2: flickr.com / MPD01605
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