Thema: Enron

Enron

Enron – The Smartest Guys in the Room ist weniger Dokumentation als ein spannender Wirtschaftskrimi. Der Oscar-nominierte Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Bethany McLean und Peter Elkind. McLean hatte im Fortune-Magazin im März 2001 als Erster öffentlich Zweifel an den Bilanzen von Enron angemeldet. Neben den beiden Journalisten kommen im Film Börsianer, Politiker, Rechts- und Staatsanwälte zu Wort. An der Chronologie der Ereignisse entlang rollt der Film den Fall Enron auf: Von den Firmenanfängen über die Energiekrise in Kalifornien um die Jahrtausendwende, an der Enron nicht unbeteiligt war und die zur Wahl von Arnold Schwarzenegger als Gouverneur geführt hat, bis zu den Gerichtsverhandlungen im Jahr 2005. Enron stellt ein Paradebeispiel für eine gescheiterte Deregulierung dar und für eine käufliche Wirtschaftspolitik, die blindlings dem Markt und seinen Goldgräbern vertraut.

Ein Schuldenberg in Milliardenhöhe, 20.000 Arbeitslose und zwei Milliarden Dollar, die aus dem Pensionsfonds für Enron-Mitarbeiter veruntreut wurden – so sah das unrühmliche Erbe des Konzerns aus. Größenwahn, Gier und rücksichtsloses Machtstreben bildeten die Zutaten für den folgenreichsten Firmenbankrott der US-Wirtschaft. Ermöglicht hatten dies Bilanzfälschungen von unglaublicher Dreistigkeit: Termingeschäfte wurden bei Enron als Einnahmen geführt und Hunderte anonymer Beteiligungsgesellschaften gegründet, die Geschäfte mit sich selbst abschlossen und sich ihre Transaktionen von Banken teils vorfinanzieren ließen. Bevor die gigantische Seifenblase 2001 zerplatzte, zahlten sich die Manager John Baxter, Jeffrey Skilling, Andrew Fastow und der im Juli 2006 verstorbene Geschäftsführer Kenneth Lay noch ein Bonus-Programm in Höhe von 55 Millionen Dollar aus.

Als der Energiekonzern Enron, eines der sieben größten Unternehmen der USA und Star der Finanzwelt, im Dezember 2001 Insolvenz anmeldet, beginnt der größte Börsenkrimi der Weltwirtschaft. Niemand hatte vorausgesehen, dass der Energiehändler wie ein Kartenhaus zusammenfallen würde, gebaut auf Schulden, falsche Versprechen und frisierte Bilanzen. Die wenigsten hatten das Ausmaß an krimineller Energie, das die Enron-Manager an den Tag legten, für möglich gehalten. Enron wurde zum Symbol für die korrupte Börsenwelt der New Economy in den ausgehenden neunziger Jahren und zum Synonym für die Skrupellosigkeit von Managern, die die Blauäugigkeit von Aktionären und die Blindheit von Politik und Justiz geschickt für sich zu nutzen verstanden.

 
Innenansichten eines Großkonzerns: Enron steht für den größten Finanzskandal der US-Wirtschaftsgeschichte. Der Energiekonzern, bei dessen Insolvenz 20.000 Menschen ihren Job verloren, gründete sein Geschäft auf konsequentes Bilanzfälschen. Der Dokumentarfilm rekonstruiert die Details dieses Börsenkrimis.
Regie: Alex Gibney | 109 Minuten | Start: 25. Januar

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