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Erschreckende Studie: Kokain schädlicher als gedacht

Darum kommen Konsumenten von Koks nicht mehr weg.

Kokain zählt neben Heroin, Morphin oder auch Opium zu den sogenannten harten Drogen. Das bedeutet, dass diese Substanzen besonders schädlich sind und sehr schnell abhängig machen. Wer einmal angefangen hat, harte Drogen zu konsumieren, der kommt entweder nur extrem schwer oder niemals wieder davon los. Die Universität von East Anglia stellte neue erschreckende Ergebnisse vor: Bereits die erste Line Kokain beschädigt das Gehirn unwiderruflich.

„Bloß einmal eine Line ziehen. Das wird ja wohl nicht schaden“. Falsch! Der Erstkonsum von Kokain reicht bereits aus, um die Moleküle im Belohungszentrum des Gehirns dauerhaft zu verändern. Diese Veränderung führe laut den Studien der Uni von East Anglia dazu, dass die Gefahr hoch ist, dass diese Leute den Drogen verfallen, wenn sie in Stresssituationen geraten. „Rückfälle unter den Kokainsüchtigen ist ein großes Problem“, so Dr. Peter McCormick vom Institut für Pharmazie in Metro. „Wir haben herausgefunden, dass Kokain die Kommunikation zwischen den Rezeptoren unterbricht und das kann das Risiko erhöhen, in stressigen Augenblicken erneut zu Kokain zu greifen. Das liege daran, dass die Rezeptoren für Stress und Drogenabhängigkeit identisch sind.

Natürlich wurden die Experimente, die für dieses Ergebnis nötig waren, nicht an Menschen ausgeführt. Stattdessen nutzten die Forscher Mäuse, da deren Hirn die gleichen Rezeptoren besitzt wie das des Menschen. Wer also meint, Kokain nur einmal probieren zu können und davon schon keine Schäden davon zu tragen, der liegt falsch. Schon eine Line kann das Leben völlig verändern.

Doch es gibt auch eine kleine positive Nachricht. So vermutet das Team rund um McCormeck auch einen Mechanismus entdeckt zu haben, der Menschen vor einer Drogensucht schützen kann.

Foto: Young woman snorting cocaine with her credit card, close-up via Shutterstock

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