Themen: DJ, Festival, Deadmau5, Ultra Music Festival, Ultra Music Festival 2014

Fan ruft Petition gegen Deadmau5 ins Leben

Enttäuschte Fans rufen zum Boykott auf.

Beim Ultra Music Festival am vergangenen Wochenende hatte Deadmau5 es echt nicht leicht. Erst musste er kurzfristig für den erkrankten Avicii als Mainact einspringen und dann zieht er wegen seines improvisierten Sets auch noch so einen großen Shitstorm auf sich, dass einige EDM-Fans nun ein Auftrittsverbot für den kanadischen Produzenten für die USA fordern. Was ist denn da bitte schief gelaufen?

Eigentlich sollte der schwedische Star-DJ Avicii das diesjährige UMF gebührend ausklingen lassen. Doch dank einer blockierten Gallenblase durfte Tim Berling die Ultra-Nacht im Krankenhaus anstatt auf der Bühne verbringen. Als Ersatz planten die Veranstalter deshalb Deadmau5 ein. Doch dieser schien nicht wirklich Lust darauf gehabt zu haben ein vernünftiges Set zusammenzustellen, das dem Festival gerecht würde. Denn eigentlich war er überhaupt nicht für das Festival eingeplant. Und einen Deadmau5 nur als zweite Wahl anzusetzen? Das geht gar nicht!

Deswegen machte der Kanadier kurzen Prozess, nahm seinen Mäusekopf, betrat die Mainstage und interpretierte einige Songs seiner Kollegen neu. Unter Anderem gab er Aviciis „Levels“ zum Besten. Recht makaber, denn Avicii wurde zu der Zeit gerade operativ die Galle entfernt. Tiesto äußerte sich dazu via Twitter folgendermaßen: „Meinte Deadmau5 es sarkastisch, als er Avicii spielte? Es ist ziemlich traurig jemanden zu verarschen, der im Krankenhaus liegt“. Aber auch die Besucher des Festivals mussten einiges ertragen, obwohl sie teures Geld für eine gute Show in Miami gezahlt hatten. So zum Beispiel auch einen Mash-Up von Martin Garrix „Animals“ und dem beliebten Kinderlied „Old McDonald had a Farm“. Wollte der Mäusemann hier seinen Kollegen dezent auf die Schippe nehmen?

Egal wie Deadmau5 seinen Auftritt für Avicii beim Ultra Music Festival rechtfertigt, die Fans waren stinksauer! Einer ging sogar soweit und erstellte auf „whitehouse.gov“ eine online Petition für ein Auftrittsverbot von Joel Zimmermann auf US-Festivals: „Wir fordern Barack Obama dazu auf, seine ganze Macht als Präsident dafür einzusetzen, dass so etwas [wie beim Ultra Festival] nie wieder passiert." Doch da Obama weitaus Wichtigeres zu tun hat, wurde die Petition inzwischen von der Seite gelöscht. Nicht schlimm, denn bisher hatten diese eh nur 14 Leute unterschrieben. Also kann sein Set wohl doch nicht so schlimm gewesen sein.



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Foto: Drew "Rukes" Ressler via Photopin

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