Themen: Facebook, film, YouTube, Trailer, google, feuchtgebiete, Charlotte

„Feuchtgebiete“: Ekel-Sperre im Netz

Google, Youtube und Facebook sperren Trailer.

Sex, Ekel-Szenen und Hämorriden - das ist „Feuchtgebiete“. Während Charlotte Roches Bestseller bei den 66. Filmfestspielen in Locarno noch von den knapp 3.500 Zuschauern bejubelt wurde, scheinen diverse Internetplattformen weniger begeistert zu sein. Weil der Trailer zu viele anstößige Inhalte enthalte, wurde er auf Facebook, Google und Youtube gesperrt.

Es ist die Geschichte der jungen Helen, die nach einer Operation an ihren Hämorriden im Krankenhaus liegt und aus ihrem Leben erzählt, indem es bisher hauptsächlich um Sex, Fäkalien oder andere Körperausscheidungen drehte. 2008 hielt sich die Autorin und Moderatorin Charlotte Roche mit genau diesem Werk auf Platz eins der Bestsellerliste in Deutschland. Das sollte durchaus bekannt sein.

Jetzt, knapp fünf Jahre später, wurde der Roman „Feuchtgebiete“ verfilmt und soll in den Kinos erscheinen. Auch bekannt. Bloß mit der Werbung läuft es momentan etwas holprig. Der Original-Trailer ist inzwischen nur noch auf der Homepage des Filmes zu sehen, da er für die sozialen Netzwerke Facebook, Youtube und Google einfach zu viele „sexuell explizite und aufreizende“ Szenen beinhaltet. Unter anderem ist darin Helen (Carla Juri) zu sehen, wie sie sich selbst befriedigt. Innerhalb von wenigen Tagen wurde der Trailer deswegen gelöscht. Auch eine Werbeschaltung für den Film ist auf den Plattformen nicht möglich. Einzig die zensierte Version ist hier und da noch zu finden.

Wie weit die Meinungen über den Film auseinander gehen können, zeigte sich auf den Filmfestspielen in Locarno. Hier empfanden die Zuschauer „Feuchtgebiet“ als gar nicht so ekelig. Am 22. August soll der Film in den Kinos zu sehen sein. Dabei wurde er mit der Altersfreigabe FSK 16 versehen. Ganz ehrlich: „Dank“ eben dieser sozialen Netzwerke hat so manch ein Jugendlicher vermutlich schon heftigere Inhalte zu sehen bekommen.


Bild: Faceboook / "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche

Teile diesen Beitrag:
Kommentare
Das könnte dich auch interessieren