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Frau verdiente 32.000 Euro mit gefälschten Tickets

Doch jetzt passierte das.

„Das Geld, was die mit den Tickets verdienen, hätte ich auch gerne“ – den Satz hat doch jeder schon einmal auf einem Festival gehört oder sogar selbst gebracht. Eine Frau aus Glastonbury in England nahm das jetzt wörtlich und verkaufte kurzerhand gefälschte Festivaltickets, mit denen sie mehr als 32.000 Euro verdiente. Doch jetzt wurde sie erwischt.

Die Masche: Christine Babb gab vor ihre Kontakte zur Musikindustrie genutzt zu haben, um an vergünstigte Tickets für das Glastonbury Festival zu kommen: „Sie erzählte den Opfern, dass sie an günstigere Tickets für diverse Festivals kommt, weil sie in dem Bereich arbeite“, so der Staatsanwalt Tom Gill gegenüber factmag.com. Insgesamt 29 Leute bezahlten für Glastobury-Tickets, die sie aber nie erhielten.

Wie sich später herausstellte, hatte Christine keine Kontakte zur Musikszene und fälschte die Eintrittskarten. In Wirklichkeit waren alle Karten für das Event in diesem Jahr innerhalb einer halben Stunde vergriffen. Auch der Glastonbury-Chef Michael Eavis stellte klar, dass „Christine Babb weder bei uns angestellt ist noch sonst in irgendeiner Weise für das Unternehmen arbeitet“, nachdem zahlreiche Beschwerden bei ihm eingegangen waren.

Jetzt muss sich Babb vor Gericht wegen 29-fachem Betruges und fälschlicher Darstellung verantworten. Je nachdem, wie das Urteil ausfällt, muss sie sogar mit einigen Jahren Gefängnis rechnen. Immerhin bekam sie mit den falschen Tickets mehr als 23.000 Pfund. Babbs Verteidigerin behauptet, dass ihre Mandantin an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, Morbus Crohn (chronische Darmentzündung) und Bulimie leidet. Somit sei sie zum Zeitpunkt der Tat nicht voll schuldfähig gewesen. Das endgültige Urteil soll im Mai fallen.

Foto: Neal Whitehouse piper via Flickr & Portrait of young woman holding American Dollar bills via Shutterstock

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