Freundschaft digital

So gelingt die virtuelle Beziehungspflege

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Auf den ersten Blick sind soziale Netzwerke und virtuelle Freundschaften etwas Fantastisches. Sie bieten die Möglichkeit, mit Menschen auf der ganzen Welt Kontakt zu pflegen und Freunde rund um den Globus zu finden. Allerdings hat sich die Bedeutung des Wortes "Freund" durch digitale Medien spürbar verändert. Was genau sind die Merkmale, die virtuelle Freundschaften ausmachen, und woran lässt sich erkennen, ob es sich um eine echte Freundschaft handelt? Diesen und weiteren Fragen geht der folgende Artikel nach.

Darum werden Freundschaften immer digitaler

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft schreitet unaufhörlich voran. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den Handel und die Arbeitswelt, sondern auch auf das private Umfeld und Freundschaften. Heutzutage muss man sich nicht mehr zwingend live treffen, um eine gute Zeit zu verbringen. Immer und überall besteht die Möglichkeit, mit Freunden Kontakt zu halten, zu kommunizieren, Daten auszutauschen und vieles mehr. Entsprechend nimmt der Freundeskreis aktiver als früher am persönlichen Leben teil. Das wird nicht zuletzt durch Fotos, Texte und Beiträge gefördert, die wir in den sozialen Netzwerken teilen.

Diese neuen Entwicklungen führen dazu, dass wir Freundschaften ganz anders schließen. Vor allem introvertierte und schüchterne Menschen profitieren hiervon. Sie müssen niemanden mehr aktiv ansprechen und die Gefahr einer Abweisung in Kauf nehmen. Stattdessen können sie digitale Freundschaftsanfragen verschicken und schauen, was passiert. Außerdem ist der Freundeskreis globaler geworden. Man kennt nicht mehr nur Menschen aus dem eigenen Umfeld oder Kulturkreis, sondern ist über Ländergrenzen hinweg befreundet.

Gemeinsame Aktivitäten mit Freunden im Internet

In vielen Bereichen ähneln sich analoge und virtuelle Freundschaften. So gibt es auch in der digitalen Welt viele Aktivitäten, denen wir gemeinsam mit lieben Menschen nachgehen. Neben dem Austausch in den sozialen Netzwerken kann das ein Besuch in Online Casinos sein. Hier probiert man gemeinsam die verschiedenen Spiele, testet sein Glück, kann einen Casino Bonus in Anspruch nehmen und gewinnt mit etwas Glück gutes Geld.

Über Messenger haben wir es uns angewöhnt, lustigen Content mit unseren Freunden zu teilen. So verschicken wir Daten, Bilder und Texte und freuen uns über jede Reaktion, die wir von anderen bekommen. Insbesondere Likes stehen in der digitalen Welt hoch im Kurs. Eine weitere Möglichkeit, gemeinsam Zeit zu verbringen, sind Onlinespiele. Hier kann man gemeinsam Rätseln, Abenteuer erleben, Autorennen veranstalten oder alles tun, worauf man Lust hat. Hierdurch entsteht ein digitales Gemeinschaftsgefühl, das auch auf die virtuelle Welt ausstrahlen kann.

Zeit investieren ist online wie offline wichtig


Die Digitalisierung hat unsere Lebenswelt massiv beschleunigt. War es früher notwendig, einen Brief zu schreiben, um eine Antwort zu bekommen, so genügt heute eine E-Mail oder ein kurzer Kommentar in einem sozialen Netzwerk. Trotz dieser enormen Beschleunigung ist es auch für digitale Freundschaften nötig, sich Zeit zu nehmen und diese in die Beziehungspflege zu investieren. So ist es wie im Offlinebereich nötig, regelmäßig miteinander zu kommunizieren und nicht nur zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Schulabschlüssen.

Zudem muss man sich auch im Internet bewusst machen, dass Freundschaft immer ein Geben und Nehmen ist. So ist es auch online wichtig, sich für die Aktivitäten der Freunde zu interessieren und für sie ein offenes Ohr bei Sorgen und Nöten zu haben. Gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen ist schön, wahre Freundschaft zeigt sich jedoch im Engagement füreinander, wenn es schwierig wird.

Unterschiedliche Kanäle für verschiedene Freunde

In der digitalen Welt gibt es unterschiedliche Grade an Freundschaft, wie sie auch aus der analogen Welt bekannt sind. So wird die Videotelefonie beispielsweise nur für enge Freunde genutzt. Die sozialen Netzwerke helfen dabei, neue Bekanntschaften zu knüpfen und die bereits bestehenden zu pflegen. Hier steht eher die Anonymität im Zentrum und man nimmt auch Kontakt mit Menschen auf, die man kaum kennt. Die Quantität der Freunde ist hier häufig relevanter als die Qualität.

Anders sieht es bei der Virtual- und Augmented Reality aus. Diese bietet die Möglichkeit, nahezu direkt mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, obwohl man sich an ganz anderen Orten auf der Welt befindet. Solche Treffen kommen persönlichen Begegnungen nahe und werden vor allem für gemeinsame Aktivitäten genutzt. Eine etwas neutralere Form sind E-Mails und Messenger. Diese dienen insbesondere der neutralen Kontaktaufnahme und werden teilweise auch für die Arbeit oder das soziale Engagement genutzt, wo nicht zwingend eine Freundschaft bestehen muss.

Freund: verschiedene Bedeutung im Internet und offline

Trotz der zahlreichen Gemeinsamkeiten zwischen der digitalen und der analogen Welt bedeutet "Freund" in beiden Lebenswelten etwas jeweils anderes. Der Wert der Freundschaft nimmt im Onlinebereich ab. Hier ist die nächste Bekanntschaft nur einen Klick entfernt, sodass sich viele nicht die Mühe machen, Beziehungen zu pflegen. Außerdem geht es vor allem in den sozialen Netzwerken häufig primär darum, sich selbst darzustellen und das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Echte Freundschaft zeichnet sich jedoch gerade dadurch aus, dass man nicht immer selbst im Mittelpunkt steht.

Vor allem in der analogen Welt zeigt sich, wie kostbar die virtuellen Bekanntschaften sind. Wer beispielsweise umzieht und Umzugshelfer rekrutiert, wird schnell feststellen, wer tatsächlich für einen da ist. Auch wenn man in der realen Welt echte Schwierigkeiten hat und konkret Unterstützung benötigt, stellt schnell fest, wie viele der vermeintlichen Freunde tatsächlich für einen da sind. Hier zeigt sich oft erschreckend deutlich die Diskrepanz zwischen Quantität und Qualität von Freundschaften im virtuellen Bereich.

Einen Multi-Channel-Ansatz verfolgen

Damit Freundschaften in der digitalen Welt tatsächlich etwas wert sind und Bestand haben, muss ein Multi-Channel-Ansatz verfolgt werden. So genügt es häufig nicht, sich ausschließlich online zu treffen, da zu wahrer Freundschaft auch ein persönlicher Kontakt gehört. Entsprechend müssen sich Online- und Offline-Aktivitäten möglichst die Waage halten. Zudem können Freunde auf unterschiedliche Weisen am eigenen Leben teilhaben. Neben Fotos und Texten, die online wunderbar funktionieren, gehören hierzu auch persönliche Gespräche.

Fazit

Digitale Freundschaften sind nicht per se besser oder schlechter als analoge Freundschaften, sie zeichnen sich jedoch durch ganz klare Merkmale und Besonderheiten aus. Wer online miteinander kommuniziert, tut dies auf ganz andere Weise als im persönlichen Gespräch. Außerdem stehen online viele zusätzliche Kommunikationskanäle offen, während bei der Begegnung vor allem das Gespräch dominiert. Wem daran gelegen ist, ernsthafte, langlebige und echte Freundschaften online zu führen, muss hierfür Zeit und Mühe investieren und sich für die anderen ebenso interessieren wie für sich selbst.

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