Führerscheinentzug für kleinere Straftaten
Neue Strafe für Ladendiebstahl und Co.

Bereits vor einigen Tagen wurde bekannt, dass der Führerschein auch entzogen werden kann, wenn man gar nicht hinterm Steuer sitzt. Nämlich dann, wenn man Alkohol und Cannabis gemischt konsumiert. Angeblich sei man, wenn man den Mischkonsum für angemessen halte, für den Straßenverkehr zu unvernünftig und zu gefährlich. Der Führerschein wird einem selbst dann abgenommen, wenn man als braver Fußgänger der Polizei begegnet, die diesen Mischkonsum später feststellt. Fraglich, ob das die richtige Lösung ist.
Aktuell haben sich die Union und die SPD wohl auf weitere Straftaten geeinigt, die damit bestraft werden, dass der Lappen weg ist. Kleinere Delikte wie Ladendiebstahl sollen auch dafür sorgen, dass man die Einkäufe demnächst nach Hause tragen muss.
Der Vorteil an der Lösung ist wohl, dass Straftäter demnächst zweimal über einen geplanten Diebstahl nachdenken, da der Verlust des Führerscheins wohl mehr schmerzt, als die übliche Geldstrafe. Ein Nachteil ist ganz klar, dass nicht jeder einen Führerschein hat. Die Strafen könnten also in Zukunft ungerecht bestimmt werden. Führerscheinentzug für die einen, eine Geld- oder Gefängnisstrafe für die anderen.
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