Thema: Krass
Gefahr für Nager: Wegen schlechter Nussernte drohen Eichhörnchen zu verhungern
Wir alle können den Hörnchen helfen!

Wer an ganz besonders niedliche Tiere denkt, kommt an diesen Nagern nicht vorbei: Eichhörnchen! Kaum ein Baumbewohner hat es uns so sehr angetan, wie die putzigen Kletterkünstler. Kein Wunder bei den süßen schwarzen Knopfaugen, dem flauschigen Schwanz und den zierlichen Pfötchen. Doch nun sind die flinken Nagetiere in Gefahr. Der Grund: ihre natürliche Nahrung wird knapp.
Grund für die Nahrungsknappheit ist die schlechte Nussernste in diesem Jahr, wie auch Der Westen schreibt. Laut Bericht des Portals Utopia.de, beginnt bereits im September die Zeit, in der Eichhörnchen auf Vorratssuche gehen, um genügend Nahrung für den Winter zu vergraben. Dabei bevorzugen die drolligen Waldbewohner besonders Nüsse und Bucheckern. Doch wenn sie bis zum Spätsommer nicht genug Nahrung gefunden haben, müssen sie auch im Winter losziehen und suchen – was zusätzliche Energie kostet und vor allem auch ihre Winterruhe stört. 
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Der extrem heiße und trockene Sommer hat dieses Jahr zu einem Mangel an Nüssen geführt. „Erst war das Frühjahr nass und die Pollen konnten nicht fliegen, dann kam die Trockenheit. Viele der Sträucher haben keine Früchte angesetzt, oft sind die Nüsse verwurmt oder viel zu klein“, erklärte eine Mitarbeiterin der Eichhörnchen-Schutz-Station Eckernförde gegenüber Utopia.de. Auch zu früh geschnittene Hecken können dazu führen, dass den Eichhörnchen Nüsse vorenthalten werden.
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Besonders dramatisch könnte sich die Lage der Nager im Winter gestalten, wenn es zu häufigen und extremen Schneefällen kommt. Denn dann sind die spärlich angelegten Vorräte für die Tiere unerreichbar und sie müssen hungern. Wenn die Temperaturen bis zum Frühjahr andauern, kann auch der Nachwuchs nicht mehr versorgt werden. Die Muttertiere hätten nicht genügend Milch und würden ihre Jungen aus dem Nest schmeißen.
Doch nun die gute Nachricht: Jeder kann aktiv werden! Wer mit dem Zurückschneiden seiner Hecke wartet, hilft schon mal und das ohne einen Mehraufwand oder zusätzliche Kosten. Zudem kann jeder Nüsse im Supermarkt kaufen und diese im Garten oder auf dem Balkon bereitstellen. Besonders gut eignen sich Haselnüsse und Walnüsse mit Schale oder auch Sonnenblumenkerne. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Leckereien an einem katzensicheren Ort platziert werden, zum Beispiel in einem Eichhörnchen-Futterhaus. Die Nager können sich sogar auch problemlos eine Futterstelle mit Vögeln teilen.
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Foto: Neil Burton via Shutterstock.com








