Getrennt zusammen

Getrennt zusammen:
Gary und Brooke folgen jeweils den gut gemeinten, doch oft völlig sinnlosen Ratschlägen ihrer Schar von Ratgebern; dabei probieren sie etliche Strategien aus, die entweder den jeweils anderen vollends abschrecken oder aber zurückgewinnen sollen. Was folgt, ist gegenseitiges Taktieren, Täuschen und Tricksen schließlich beansprucht jeder die Wohnung ganz für sich. Doch eines Tages wendet sich das Blatt, und Brooke stellt sich die Frage: Geht es hier um die Wohnung oder um Gary?
In dieser überaus witzigen und erstaunlich anrührenden Komödie stellen beide schließlich fest, dass in Herzensdingen der Gewinner nicht derjenige ist, der zuletzt noch mit aller Macht das Territorium verteidigt, sondern derjenige, der erkennt, wann es Zeit für einen Waffenstillstand ist...

Auf Garys Seite stehen sein bester Kumpel Johnny O (Jon Favreau), sein besonnener Immobilienmakler Riggleman (Jason Bateman) und seine Brüder und Geschäftspartner, der umtriebige Workaholic Dennis (Vincent D’Onofrio) und der stylische und sanfte Lupus (Cole Hauser). Brooke bekommt Zuspruch von ihrer immer sehr pragmatischen Freundin Addie (Joey Lauren Adams) und deren gezähmtem Ehemann Andrew (Peter Billingsley), von ihrem etwas tuntigen (aber heterosexuellem) Bruder Richard (John Michael Higgins), der in seiner rein männlich besetzten A-Cappella-Truppe „The Tone Rangers“ zur Höchstform auf-läuft, von ihrer wohlmeinenden Mutter (Ann-Margret) und von ihren abgedrehten Kollegen, die großartige und schreckliche Galeriebesitzerin Marilyn Dean (Judy Davis) und der großäugige Empfangschef Christopher (Justin Long). Wieder ein scheinbar kleiner Streit, der aber schnell außer Kontrolle gerät und so eskaliert, dass das einst glückliche Paar am Scheideweg zwischen Liebe und Trennung steht. Gary und Brooke sind nur in einem Punkt der gleichen Meinung: keiner will aus der gemeinsamen, liebevoll eingerichteten Wohnung ausziehen. Das Problem: Keiner kann sich eine eigene Wohnung leisten. Die Lösung: die Wohnung wird aufgeteilt – und so bekommt jeder sein eigenes Territorium. Gary zieht leicht schmollend ins Wohnzimmer und genießt dort sein wiedererlangtes Junggesellenleben in vollen Zügen - und mit jeder Menge Bierflaschen. Brooke hingegen testet ihre Wirkung auf die Männerwelt.
Hier beginnt die „Trennung mit Hindernissen“, eine unkonventionelle romantische Komödie auf den Spuren eines Paares und des oft witzigen, manchmal schmerzlichen, doch immer unterhaltsamen Weges in die Abgründe und Auflösung einer einst stabilen und liebevollen Beziehung.
Sind Brooke (Jennifer Aniston) und Gary (Vince Vaughn) ein Traumpaar? Nun, wenn man davon absieht, dass sie sich nach dem warmen Nest sehnt und er sich am liebsten um gar nichts kümmert, dann... vielleicht. Was aber, wenn der Junge und das Mädchen nach einem weiteren langen Tag des Zusammenseins wieder völlig erschöpft sind? Wenn der Alltagstrott sie vollends verrückt macht? Wenn all die kleinen Macken, die ihnen anfangs so liebenswert erschienen, jetzt nur noch vollkommen nervtötend sind?
In der gemeinsamen Wohnung gibt es jedenfalls öfter mal Streit. Wahrscheinlich ist Brooke einfach zu pingelig. Ständig ärgert sie sich darüber, hinter Gary herzuräumen. Der hingegen schaltet auf Durchzug – und nach zwei gemeinsamen Jahren platzt die Bombe.
Regisseur Peyton Reed („Down with Love“) zeigt mal wieder, wohin Liebe so führen kann. In getrennte Betten zum Beispiel. „Trennung mit Hindernissen“, eine romantische Komödie mit Jennifer Aniston („…und dann kam Polly“) und Vince Vaughn („Old School“), die sich das Zusammenleben vielleicht noch einmal hätten überlegen sollen. Regie: Peyton Reed | 90 Minuten | Start: 10. August

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