Themen: film, Satire, Video, Award
Hitler-Satire kassiert 10.000 Euro
Hype. Kritik. First Steps Award.

Doch das gehypte Video stieß nicht überall auf Begeisterung. Vor allem nicht bei Mercedes Benz. Das renommierte Automobil-Unternehmen überfahre immerhin keine Kinder - auch nicht in Satiren, so die Kritik. Dass keine Firma mit solch einem Ruf verbunden werden möchte, leuchtet ein.
Aber ist das Grund genug, um das Video von der Bildschirmfläche zu verbannen? Offenbar nicht. Für ihr kreatives Schaffen werden Tobias Haase und sein Studententeam gleich mal mit dem First Steps Award und 10.000 Euro belohnt. Wir gratulieren.
Die Jury des Nachwuchsförderpreises ist der Meinung, der Werbefilm zwinge die Zuschauer, sich eine eigene Meinung zu bilden. „Der Regisseur [bleibt] seinen künstlerischen Idealen treu. Solche Ideen-Verfechter braucht die Kreativbranche“, urteilen diese. Und in der Tat: Kann ein Spot eine Marke zum Richter über Leben und Tod machen? Darf Nationalsozialismus in der Werbung überhaupt thematisiert werden? All das sind Fragen, die definitiv Diskussionspotential enthalten.








