Themen: DJ, Clubszene

Hohe DJ-Gagen fördern Talente.

Ist die Clubszene im Wandel?

In den letzten Jahren ist die Entwicklung der DJ-Gagen beinahe erschreckend. DJ-Größen, wie Tiesto und David Guetta, bekommen für ihre Live-Auftritte bis zu 250.000 Euro. Wahnsinn! Diese Preise kann sich hierzulande kaum noch ein Veranstalter leisten. Immerhin sind die deutschen Partygänger auch nicht bereit, Eintrittspreise von 60 Euro oder mehr zu zahlen.

Auf der Insel Ibiza sind solche horrenden Ticketpreise seit Jahren gang und gäbe. Urlauber sparen das ganze Jahr über hart, um sich eine Woche auf der weißen Insel inklusive Taschengeld überhaupt leisten zu können. Da müssen Feierwütige schon mit 1.500 Euro rechnen, "nur" Taschengeld. Ein Jägermeister-Redbull für 18 Euro hat sich mittlerweile sozusagen eingebürgert. 

Seit einigen Jahren hat nun auch Amerika die Dance-Stars für sich entdeckt. Tiesto, Guetta, damals noch die Swedish House Mafia, Deadmau5 und Co sind angesagter denn je. Sie spielen in Glitzer-Locations in Las Vegas oder füllen ganze Stadien. Dabei ist es in "Entertain-Bling-Bling-Ammiland" aber auch ganz normal für eine Party mal eben 150 Dollar auf den Tisch zu legen. Als Gegenleistung bekommen die Gäste das geboten, was sie wollen: ein Spektakel der Extraklasse, mit Performern, Shows und allem erdenklichen Pipapo. Hierzulande wäre solch ein Kurs für eine Party kaum denkbar. 20 Euro sind für die meisten schon viel. 

Das weiß auch Club-Betreiber Uli Rauschenberger vom Kölner Bootshaus, das erst kürzlich unter die Top100 Clubs gekürt wurde. Er erzählt im Interview mit 1Live: "Natürlich gibt es Künstler, die ab und zu auch mal eine richtige Party brauchen. Auch wenn sie dann weniger verdienen, brauchen sie das einfach, um Spaß zu haben. Um zu wissen, warum sie den Job wahrscheinlich anfangs überhaupt gestartet haben. Aber letztendlich - klar - gewinnt auch oft das Geld." 
Auch bei unseren Nachbarn in Österreich zeichnet sich ähnliches ab. "Wir müssen jetzt viel mehr um internationale DJs kämpfen als früher, weil viele verständlicherweise nur mehr in den USA spielen wollen. Ab einer gewissen Grenze spielt der Act dann einfach nicht bei uns", erklärt Christian Lakatos, Organisator des Urban Art Forms Festivals im Interview mit DerStandart.at.

Die deutschen Clubgänger setzen scheinbar wieder andere Prioritäten: Back to the roots. Hier wird die Musik fokussiert, nicht der Künstler. Seit einigen Jahren rücken die großen Namen immer weiter in den Hintergrund. Es ist Zeit für Newcomer, neue Talente. Erkennbar ist diese Entwicklung sehr gut an der zunehmenden Anzahl an Newcomer-Contests - speziell jetzt zur nahenden Festivalsaison. Auch tendieren viele Veranstalter eher zu regionalen DJs. Die Line-Ups vieler Openairs zieren derzeit mehr national bekannte Künstler, die weitaus billiger, aber hierzulande hinreichend bekannt sind. Gute Musik muss immerhin nicht teuer sein. Gefällt uns.

Teile diesen Beitrag:
FacebookTwitterWhatsAppMessenger
Kommentare
Das könnte dich auch interessieren
Genialer Geheimtipp: So entfernst du Mitesser ohne zu quetschen
Und das in nur 3 Minuten!
10 Menschen, die (zum Glück) nicht wissen, was auf ihren Shirts steht
Ups.
12 miese Ex-Sprüche, die schon beim Lesen weh tun
Autsch
Endlich 18
So feiert man den Start ins Erwachsenenleben
Bang-Boost: Mit der Eichel-Massage zum Orgasmus seines Lebens
Mit diesem kleinen Trick pimpst du euer Sexleben extrem auf.