Hollywood in Berlin: The Good German

An seinen Machenschaften ist
Jake aber nicht im Geringsten interessiert. Vielmehr fesselt ihn Tullys Freundin
Lena Brandt (Cate Blanchet). Sie ist jene Frau, in die sich Jake bei seinem
letzten Aufenthalt in Berlin verliebt hat. Leider muss Jake bei ihrer Begegnung
bemerken, dass auch sie der Krieg verändert hat.
Unerwartet wird Tully mit einer
Kugel im Rücken und 100.000 Mark in der
Tasche in der russischen Zone aufgefunden. Jake muss zu seiner Verwunderung
feststellen, dass sich sowohl die russische als auch die amerikanische Behörde
sichtlich wenig in diesem Mordfall bemühen. Er stellt ohne langes Zögern
Nachforschungen an. Die Spuren führen zu Lena.
The Good German spielt in der unvermittelten Nachkriegszeit 1945 in Berlin.
George Clooney verkörpert den amerikanischen Korrespondenten Jake Geismer, der nach Berlin geschickt wird um über die bevorstehende Potsdamer Friedenskonferenz zu berichten. Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel trifft Jake seinen Fahrer Corporal Tully gespielt von Tobey Maguire. Tully ist eine gespaltene Persönlichkeit. Nach außen wirkt er wie ein harmloser und gutmutiger Junge und besitzt den Charme eines Kleinstadtamerikaners. Tatsächlich ist er durch und durch korrupt und hat allzeit ein As im Ärmel, das er immer dann ausspielt, wenn er einen Ausweg braucht.
Steven Soderberghs inszeniert in The Good German einen romantischen Thriller, der bis zur letzten Minute undurchschaubar bleibt. Dabei bedient er sich nicht neuester Kameratechniken, sondern Verfahren, die zwar altmodisch sind, in der heutigen Zeit jedoch frisch wirken und aus dem film noir bekannt sind. Dem Zuschauer bleibt die Phantasie in alle Richtungen offen, der Film gewinnt an Spannung. Er verbirgt Geheimnisse und birgt Überraschungen. Intime menschliche Schicksale entfalten sich vor den turbulenten, weltpolitischen Ereignissen.
Wenn der Krieg
die Hölle war - was kommt danach?
In der Verfilmung des Romans In den
Ruinen von Berlin von Joseph Kanon geht es vor allem um eines: Intrigen!
Regie: Steven Soderbergh | 108 Min | Start: 1. März








