Ich packe meinen Koffer und nehme mit …

Alleine unterwegs zu Abenteuer und Party.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit …: Alleine unterwegs zu Abenteuer und Party.
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Die grundlegendste Frage bei der Urlaubsplanung – jedenfalls abgesehen von der Frage, ob der Arbeitgeber den Wunschtermin überhaupt genehmigt – ist die nach dem Reiseziel. In den meisten Fällen legt man sich hiermit schon ziemlich fest, was den Ablauf des Urlaubs anbelangt. Bleibt nur noch zu klären, ob die Reise in Begleitung oder doch lieber alleine angetreten werden soll. Wem beim Gedanken an anstrengende Kompromissfindungen für die Tagesplanung, die nächste Esspause oder die Abendgestaltung schon die Lust am Verreisen vergeht, kann immer noch auf eigene Faust losziehen – und so vielleicht den Urlaub seines Lebens genießen!

Wenn einer eine Reise tut…

… kann bekanntermaßen was erzählen. Urlaubmachen ist schließlich immer gleichzusetzen mit neuen Erfahrungen. Und Erlebnisse möchten nun einmal gerne mit anderen geteilt werden. Praktischerweise müssen die allerdings nicht zwingend zum Begleitpersonal der Reise gehören – im Gegenteil!

Warum alleine verreisen? Warum nicht!

Eine berechtigte Gegenfrage auf eine weitgehend unberechtigte Frage. Tatsächlich spricht nämlich nichts dagegen, alleine in den Urlaub zu verschwinden. Vielmehr gibt es ausreichend Gründe dafür, genau das zu tun. Das fängt schon bei der Entscheidungsfreiheit an: Zielauswahl, Reisegefährt oder die täglichen Vergnügen müssen nur mit einem selbst ausgehandelt werden und mit sonst niemandem. Keine kollidierenden Interessen (außer den eigenen), keine Einschränkungen (außer vielleicht zeitlichen und finanziellen).


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Die Möglichkeit, sich endlich mal wieder nur mit sich selbst, mit den eigenen Wünschen und den eigenen Sorgen verbringen zu können, ist sicher einer der großen Vorteile des Alleinreisens. Es gibt viel weniger störende Hintergrundgeräusche, von obligatorischen und kaum vermeidbaren einmal abgesehen. Was wäre auch ein Flug oder eine Bahnreise ohne nervtötende Mitreisende, die zufällig dasselbe Fortbewegungsmittel nehmen? Gemessen an der Tatsache, dass für den Rest der Urlaubszeit die wohlverdiente Ruhe winkt, ist das wohl zu ertragen.

Die Angst des Singles vor dem Urlaub

Angenommen, die vorgetragenen Pro-Argumente konnten die Waagschale tatsächlich in Richtung Alleinreisen bewegen, gilt es möglicherweise immer noch, den inneren Angsthasen zu überwinden. Schließlich ist der Urlaub ohne Geleitschutz, das soll hier gar nicht verschwiegen werden, schon eine Herausforderung. Unabhängigkeit ist zwar – nicht nur im Urlaub – schön und gut, kostet aber unter Umständen vorab eine gewisse Überwindung. Und das umso mehr, wenn ein Solo-Trip zum ersten Mal angetreten wird.

Dann fehlen die Erfahrungswerte und das ganze Unternehmen wird gleich noch eine Prise abenteuerlicher. Das mag für einige potenziell Interessierte nur den Reiz noch steigern, bedeutet für manch anderen aber sicher erstmal eine Hemmschwelle. Die gute Nachricht in dieser Hinsicht lautet: Viele Sorgen, die während der Planungsphase vielleicht noch für Bauchschmerzen gesorgt haben, werden sich spätestens im Verlauf der Reise als absolut unnötig erweisen.


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Es ist zum Beispiel nahezu undenkbar, keine Leute kennenzulernen – es sei denn es steht absolute und unberührte Wildnis auf dem Plan… was wiederum gerade für Einsteiger keine wirklich gute Idee wäre. Auch Sprachbarrieren werden oft höher eingeschätzt, als sie vor Ort dann tatsächlich sind. Im Zweifelsfall kommt das altbewährte und stets beliebte Mit-Händen-und-Füßen-Prinzip zum Einsatz. Immer noch unsicher? Letzte Bedenken können dann vielleicht die Tipps für Alleinreisende von momondo.de ausräumen: Diese halten Antworten zu eventuell heiklen Sicherheitsfragen oder zum richtigen Verhalten am Reiseziel bereit – und zeigen dabei, mit welch einfachen Mitteln das Alleinreisen nicht zu einem Risikounternehmen wird. Selbst für das vermeintlich schwache Geschlecht. In einigen Fällen ist es zum Beispiel sinnvoll, auf Notlügen zurückzugreifen und einen Reisepartner der gar eine -gruppe anzugehören, um nicht ein leichter Fang für Kriminelle zu werden. Eine Kopie von Reise- und Ausweisdokumenten wird vor allem dann gebraucht, wenn irgendetwas verloren gehen sollte.

Wohin frau reisen sollte

Nur damit keine Missverständnisse aufkommen – es geht hier nicht darum, weibliche Reisegelüste mit irgendwelchen Einschränkungen zu belegen. Es ist allerdings schlicht und ergreifend so, dass möglicherweise eben doch nicht alle verfügbaren Urlaubsländer wirklich tauglich sind für allein reisende Frauen. Allerdings steht nach dem Ausschluss allzu unsicherer Reiseziele immer noch ein großer Teil des Globus zur Solo-Erkundung offen.

Für Anfängerinnen

Ganz im Sinne der Redensart „Warum in die Ferne schweifen“ bieten sich für Neulinge des Alleinreisens möglicherweise weniger entlegene Destinationen an, um erste Erfahrungen zu sammeln. Und warum auch nicht? Die europäischen Nachbarländer beispielsweise punkten mit einer enormen kulturellen Vielfalt auf einem vergleichsweise kleinen Raum, weisen somit reichlich Abwechslung auf und sind leicht zu erreichen. Was möglicherweise oft genug der Grund dafür ist, dass sie bei den Urlaubsplanungen häufig übergangen werden – die alte „Das-liegt-vor-der-Haustür-das-kann-ich-immer-noch-machen“-Falle.


Schweden hat mehr zu bieten als Stockholm, ABBA und Ikea – das westschwedische Göteborg mit seinem Kulturangebot zum Beispiel. Foto:  fotolia.com © anderm

Die erste Solo-Reise wäre daher vielleicht der geeignete Rahmen, um ein paar dieser bislang verschmähten Ziele abzuarbeiten. Dublin zum Beispiel ist ein mehr als lohnenswerter Kandidat, die irische Stadt hält wirklich für jeden Besucher etwas bereit und strotzt nur so von Sehenswürdigkeiten. Und zwar nicht nur in der Stadt selbst, sondern auch in der Umgebung: Zwischen grandioser irischer Landschaft, jahrhundertealter Geschichte und – selbstverständlich – den Pubs lässt sich ohne Zweifel ein erlebnisreicher Urlaub verbringen.

Ähnlicher Fall: Schweden. Wer von den landschaftlichen Vorzügen des skandinavischen Landes genug haben sollte, hat immer noch die Auswahl zwischen einigen überaus sehenswerten Städten. Naheliegend wäre natürlich ein Abstecher nach Stockholm, aber wer sich für Göteborg erwärmen kann, wird dort sicher auch nicht enttäuscht. Die Stadt im westlichen Teil Schwedens bietet kaum weniger Highlights, verfügt über ein reichhaltiges Kulturangebot, Museen und eine gemütliche – und nahezu autofreie – Altstadt.

Naheliegend wäre natürlich ein Abstecher nach Stockholm, aber wer sich für Göteborg erwärmen kann, wird dort sicher auch nicht enttäuscht. Die Stadt im westlichen Teil Schwedens bietet kaum weniger Highlights, verfügt über ein reichhaltiges Kulturangebot, Museen und eine gemütliche – und nahezu autofreie – Altstadt.

Noch naheliegender wäre allerdings ein Verbleib in der Heimat. Also, zumindest in Deutschland, was aber immer noch genug Möglichkeiten für Neuentdeckungen lässt. Extrem großer Vorteil: Es besteht kein Reiseaufwand, den man wirklich so nennen könnte. Plus, die Sprachbarriere fällt – zumindest in den meisten Regionen – komplett weg. Was für viele wahrscheinlich nach Urlaubsplanung wie zu Großmutters Zeiten klingt, ist alles andere als das. Im Gegenteil, interessante Städte gibt es auch hier, Berlin, München, Hamburg (um nur mal die vielleicht prominentesten Beispiele zu nennen) laden schon wegen ihrer Größe zu einem mehrtägigen Aufenthalt ein. Darüber hinaus ist zwischen Kletter- und Strandurlaub eigentlich so gut wie alles möglich.
nahezu autofreie – Altstadt.

Jetzt gibt es selbstverständlich die ganzen Fernwehgeplagten, die gerne eine möglichst große Distanz zwischen Heimat und Urlaubsort bringen möchten. Doch selbst denen kann geholfen werden, denn einsteigerfreundliche Ziele finden sich in der Tat rund um den Globus. Beispiele gefällig? Wie wäre es mit Thailand oder Australien? Die sind, zugegebenermaßen, etwas exotischer als Deutschland, aber gleichzeitig touristisch so gut erschlossen, dass allein reisende Frauen hier keine allzu großen Risiken eingehen. Dazu ist gerade Australien westlich genug geprägt, dass die größten Umstellungen wahrscheinlich das Klima, die Sprache und der Linksverkehr sind – einer der Gründe für die Empfehlung von Reisebloggerin Carina.

Für Fortgeschrittene

Fernreisen lassen sich selbstverständlich auch etwas abenteuerlicher gestalten. Wer also durchaus eine Schwäche für den asiatischen Kontinent hat, sich aber nur bedingt mit dem thailändischen Touristenaufkommen anfreunden kann, dem bleiben immer noch ausreichend Option übrig. Denn es gibt durchaus Länder in Asien, deren Besuch eine ungleich größere Herausforderung darstellt.


Asienurlaub für Fortgeschrittene: Die buddhistischen Klöster von Bhutan verlangen oft eine abenteuerliche Anreise. Foto: fotolia.com © nyiragongo

Bhutan beispielsweise verlangt den Touristen schon einiges an Kletterkompetenz ab, zumindest wenn sie in den Genuss der zahlreichen buddhistischen Klosteranlagen kommen wollen. Die sind oft auf abenteuerlichste Art und Weise in die steilen Felshänge eingefügt. Die Belohnung für die Mühen besteht im Gegenzug nicht nur in atemberaubenden Motiven, sondern auch in der Möglichkeit, eines der vielen buddhistischen Feste miterleben zu können.

Kein Problem mit großen Höhen sollten auch Reisende haben, die es nach Tibet zieht – und, daraus macht der Reisebericht von Ute auch gar keinen Hehl, es ist sicherlich empfehlenswert, die eigene Kälteresistenz richtig einzuschätzen. Andererseits sind sowohl die Gebirgslandschaften als auch die teils fremdartigen Eindrücke die Strapazen wert. Die sind mitunter sogar deutlich authentischer und ursprünglicher, als es der eigentliche Höhepunkt einer Tibetreise, die Stadt Lhasa, ist.Bhutan beispielsweise verlangt den Touristen schon einiges an Kletterkompetenz ab, zumindest wenn sie in den Genuss der zahlreichen buddhistischen Klosteranlagen kommen wollen. Die sind oft auf abenteuerlichste Art und Weise in die steilen Felshänge eingefügt. Die Belohnung für die Mühen besteht im Gegenzug nicht nur in atemberaubenden Motiven, sondern auch in der Möglichkeit, eines der vielen buddhistischen Feste miterleben zu können.

Als ähnlich anspruchsvoll auf körperlicher Ebene kann sich übrigens auch die Mongolei erweisen, die vor allem wegen der vielen Nationalparks lohnt, die sich über das enorm weite Land erstrecken. Weniger anders verhält es sich im Übrigen mit der Hauptstadt Ulaanbaatar (oder auch Ulan Bator), die sich damit rühmen kann, die kälteste Hauptstadt der Welt zu sein – im Winter sind Temperaturen von -47 Grad keine Seltenheit. Obwohl sie mit knapp einer Million Einwohnern die Heimat für fast die Hälfte aller Mongolen und dementsprechend groß ist, kann die Stadt nur bedingt zu den Highlights des Landes gezählt werden. Beeindruckender bleiben daher wohl eher die mongolischen Steppen und die Wüste Gobi.


Alaska ist schön – und schön einsam. Durch seine Größe ist der nördlichste US-Staat wie gemacht für einen Roadtrip. Foto: fotolia.com © Rocky Grimes

Fluchtmöglichkeiten vor dem Alltagsstress bietet auch der nordamerikanische Kontinent. Damit ist jetzt nicht einmal der obligatorische Verweis auf die Weiten Kanadas gemeint – auch wenn die ohne Frage natürlich durchaus reizvoll sind –, sondern Alaska. Dass es sich hierbei um den flächenmäßig größten Bundesstaat der USA handelt, vermittelt schon mal einen Eindruck davon, was hier auf Touristen wartet – nämlich sehr viel Land! Das lässt sich wahrscheinlich noch am umfassendsten im Rahmen eines Roadtrips erleben, wie ihn zum Beispiel Kathrin alias Fräulein Draußen unternommen hat. Der kann aufgrund der langen zurückzulegenden Strecken nicht ganz unanstrengend werden und ist auch keine Garantie, die tierischen Highlights Alaskas, also Bären und Elche, wirklich zu Gesicht zu bekommen. Bleibt aber immer noch eine oft imposante Landschaftskulisse, die nur von wenigen anderen Menschen gestört wird.

Mit Sicherheit ein Thema: Sicheres Reisen für Frauen

Die Aussicht auf tolle Urlaubserinnerungen sollte allerdings nicht den Blick dafür verstellen, dass es besonders für Frauen oftmals mit einem Risiko verbunden ist, alleine zu einer Reise aufzubrechen. Damit soll jetzt gar keine Angst vor dem Alleinreisen verbreitet werden – in unangenehme Situationen können Frauen schließlich auch vor der eigenen Haustüre geraten. Sicherheit ist vielfach auch nur bedingt eine Sache der richtigen Ausrüstung. Schlösser an den Taschen vermitteln vielleicht ein gutes Gefühl (was ja grundsätzlich auch nicht schlecht ist), aber es bleibt doch die Frage, wie weit sie tatsächlich helfen.

In manchen Situationen, das ist das Fazit von Carina von pinkcompass.de, wäre wesentlich hilfreicher, ein wenig mehr dem Bauchgefühl zu folgen – und am besten immer den Verstand einzuschalten. So lassen sich manche Risiken zumindest auf ein kalkulierbares Maß reduzieren. Es ändert zwar erstmal nichts daran, dass allein reisende Frauen mancherorts als Kuriosum betrachtet werden. Damit wird frau wohl oder übel leben müssen. Aber sie kann für sich entscheiden, ab wann die Lage unangenehm wird. Denn für ein sicheres Gefühl kann sie, der Preis des Alleinreisens, eben nur selber sorgen.

Urlaub, LGBT-Style!

Während die Frage nach dem nächsten Urlaubsziel für Heteros im Normalfall – also in Abwesenheit allzu weit auseinandergehender Vorlieben – relativ leicht zu klären ist, müssen homosexuelle Reisende nach wie vor einen genaueren Blick auf die Destination ihrer Wahl werfen.

Alles anders beim Gay Travel?

Das liegt, im Prinzip ausschließlich, an der religiösen, politischen und/oder gesellschaftlichen Haltung gegenüber gleichgeschlechtlichen Beziehungen im gewünschten Urlaubsland. So wünschenswert es wäre, die Toleranz gegenüber der LGBT-Gemeinde hält sich mancherorts nach wie vor in sehr engen Grenzen. Ein erster Anhaltspunkt ist deshalb schon die jeweilige Gesetzeslage. Anti-Diskriminierungsgesetze oder die rechtlich verbrieften Möglichkeiten einer gleichgeschlechtlichen Ehe oder Kindesadoption sind zumindest ein Indikator dafür, wie es um das Schwulen- und Lesbenbild des Urlaubslandes steht.


Offene Sympathiebekundungen zur Homosexualität sind keine internationale Selbstverständlichkeit – entsprechend schwieriger sind die Reiseplanungen für Schwule und Lesben. Foto: fotolia.com © Elenarts

Immerhin gibt es mit dem Gay Travel Index eine Hilfestellung für homosexuelle Reisende. Der Index berücksichtigt nämlich die gesetzlichen und sozialen Bedingungen und erstellt anhand der untersuchten Kriterien eine Rangliste. Positive Faktoren (darunter fallen beispielsweise besagte Anti-Diskriminierungsgesetze) und negative Faktoren (Illegalität von Homosexualität, Verfolgungen etc.) werden dabei gegeneinander abgewogen. Angeführt wird die aktuelle Liste von Schweden und Großbritannien, wie überhaupt viele europäische Staaten im oberen Bereich zu finden sind – Deutschlands 17. Platz ist in diesem Zusammenhang sicherlich noch ausbaufähig.

Schwierig wird es hingegen in vielen arabischen und afrikanischen Ländern. Die Schlusslichter sind deshalb nicht zufällig Somalia, der Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien. Bleiben trotzdem noch recht viele Ziele übrig, die für Pink Travel mehr als geeignet sind.

Bei der Auswahl dieser Ziele werden wiederum durchaus unterschiedliche Vorlieben von Schwulen und Lesben deutlich: Letztere suchen im Vergleich wesentlich häufiger nach Kultur, Erholung und Ruhe im Urlaub, während die Herren der Schöpfung Party und Strand noch vor Kultur bevorzugen. Was nicht heißt, dass sich das lesbische Urlaubsinteresse ausschließlich auf Ruhe und Natur beschränkt – sie sind nicht minder kontaktfreudig und suchen deshalb Reiseziele, an denen beispielsweise lesbische Festivals das Kennenlernen von Gleichgesinnten ermöglichen. Als Zielgruppe für Reiseunternehmen sind jedenfalls beide Lager gleichermaßen interessant: Da homosexuelle Paare oft genug über zwei Einkommen, aber seltener über Kinder verfügen, sind sie als Kunden umso lukrativer.
Schwierig wird es hingegen in vielen arabischen und afrikanischen Ländern. Die Schlusslichter sind deshalb nicht zufällig Somalia, der Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien. Bleiben trotzdem noch recht viele Ziele übrig, die für Pink Travel mehr als geeignet sind.

Reisen rund ums Mittelmeer

Wie auch für Hetero-Alleinreisende liegen reizvolle Ziele auch für homosexuelle Solo-Urlauber in annehmbarer Nähe. Neben den LGBT-freundlichen Urlaubsländern im Norden lohnt daher ein Abstecher in den Süden Richtung Mittelmeer.

Ein Kleinod unter den möglichen Urlaubszielen ist Malta – schon wegen seiner geringen Größe. Der Inselstaat gehört zu den europäischen Zwergstaaten, was sein Erscheinungsbild jedoch nicht weniger beeindruckend macht. Beeindruckend auch, dass Malta trotz seiner Ordensvergangenheit in puncto Homosexuellenrechte als Positivbeispiel gewertet werden muss. Soweit die Voraussetzungen für schwule und lesbische Alleinreisende. Ansonsten wird ein unterhaltsamer Kontrast zwischen Party und Kultur geboten – immer in Reichweite des Mittelmeers.


Mallorca und das spanische Festland haben eine ausgeprägte LGBT-Kultur vorzuweisen. Foto: fotolia.com © lunamarina

Ebenfalls mit attraktiven Zielen im Mittelmeer (aber auch darüber hinaus) kann nach wie vor Spanien punkten. Die Balearen gehören quasi schon zu den Klassikern schwul-lesbischer Reisekultur, genauso wie die Atlantikinseln rund um Gran Canaria – Strandurlaub und Party sind hier vorprogrammiert. Auf dem Festland beschränkt sich die Auswahl längst nicht auf die Metropolen Madrid oder Barcelona (sehenswert sind ohnehin beide!), denn zwischen Valencia, Sevilla und Alicante kann sich die LGBT-Community wirklich überall auf einen ungestörten Urlaub freuen.

Kreuz und queer über den Globus

Selbstverständlich gibt es homofreundliche Reiseziele auch außerhalb der europäischen Grenzen. Alleinreisen nach Übersee sind also unbedingt im Bereich des Möglichen, denn in vielen Urlaubsregionen hat Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben ebenfalls eine lange Tradition.

Unter den afrikanischen Ländern hat beispielsweise Südafrika eine Vorreiterrolle, was angesichts der gesellschaftlichen Konflikte umso erstaunlicher ist. Pink Travel ist aber in jedem Fall eine feste Größe des südafrikanischen Tourismus und so gibt es nicht nur die atemberaubende Landschaft, sondern auch gleich eine Reihe schwul-lebsicher Events zu erleben – vom Cape Town Pride-Festival bis zum Mother City Queer Project.

Auch jenseits des großen Teichs gibt es für schwule und lesbische Solo-Urlauber weit mehr als die Karibikinseln zu entdecken. Der Golden State Kalifornien ist nämlich auch überaus bunt, was sich insbesondere in Palm Springs hautnah erleben lässt. Wo ehemals die Hollywood-Ikonen feierten, tut es heute die homosexuelle Community – und zwar nicht allein die Touristen, sondern auch ein nicht unbeträchtlicher Teil der etwa 45.000 Einwohner. Entsprechend ist das touristische Angebot auf schwule und lesbische Besucher zugeschnitten.


Das Land der Gauchos gilt vielleicht nicht als erste Reiseadresse für Schwule und Lesben – allerdings ist Argentinien seit einigen Jahren sehr bemüht, diesen Zustand zu verbessern. Foto: fotolia.com © MF

Auf dem südamerikanischen Kontinent nimmt Argentinien seine selbstauferlegte Aufgabe, die Vielfalt des Landes zu schützen weiterhin ernst und präsentiert sich daher unter dem Motto „Argentina over the Rainbow“ als mögliches Reiseziel für Schwule und Lesben. Dahinter stehen selbstverständlich auch wirtschaftliche Beweggründe, was jedoch keineswegs die Bemühungen um eine gesetzliche Gleichstellung von Homos und Heteros schmälern soll. Im Gegenteil ist es im Vergleich mit anderen südamerikanischen Ländern unbedingt anzuerkennen, dass sich ein Land derart bereitwillig der LGBT-Community öffnet.

 „A little party never killed nobody“

Party-Urlaub zwischen Strand…

Erholung im Urlaub, schön und gut. Ist aber eben längst nicht jedermanns Sache. Für viele ist es vielmehr die Gelegenheit, mal so richtig – mit Verlaub – die Sau raus zu lassen. Warum auch nicht – ein bisschen Party hat schließlich noch niemanden umgebracht. Stellt sich die Frage, wo es sich am besten feiern lässt.

Eine mögliche Antwort hierauf ist diesmal nicht unter den üblichen Verdächtigen zu finden, denn statt Ballermann ist Bulgarien eine Option. Wobei der Goldstrand jetzt auch nicht mehr zwingend als Geheimtipp durchgehen wird. Im Gegenteil ist er seit Jahren als Pendant zu Ballermann und El Arenal bekannt und hat sich den Ruf erworben, das Feiern noch einen Schritt weiter zu treiben. Wer auf der Suche nach Party zwischen Strand und Club hat und möglicherweise nicht über den ganz dicken Geldbeutel verfügt, kommt am Schwarzen Meer sicher auf seine Kosten.

Die andere Alternative hört auf den Namen „KaZantip“. Der bislang auf der Krim angesiedelte Techno-Event blickt inzwischen auf eine mehr als 20jährige Geschichte zurück – und auf ein stetes Wachstum seit den Anfangstagen. Die Zahlen sind daher mehr als beachtlich, die Besucherzahlen liegen mittlerweile im sechsstelligen Bereich, mehrere Hundert DJs sorgen auf fast 100.000 Quadratmetern für Stimmung. So wie das Festival hat sich auch die Community immer weiter ausgebreitet: Die Besucher kommen daher nicht mehr nur aus dem russischen Raum, sondern reisen sogar aus Amerika zu der Großveranstaltung an. Eine gute Möglichkeit also, um mit Menschen aus aller Welt in Kontakt zu kommen.

… und City

Wem der Sinn mehr nach Clubtour statt Strandparty steht, hat im Grunde genommen die freie Auswahl. Die folgenden Vorschläge stellen daher auch kaum mehr als die oberste Spitze des Party-Eisbergs dar.

Feiern im Hangover-Style geht dabei zwar prinzipiell überall, aber so richtig funktioniert es dann ja wohl doch nur im filmischen Vorbild: Las Vegas steht wie keine andere Stadt der Welt als Synonym für Unterhaltung und zwar von morgens bis abends. Casinobesuch, Shows und nicht zu vergessen das Nachtleben bieten ausreichend Gelegenheit, den Partybedürfnissen nachzugehen – und das muss nicht mal teuer sein.

Neben Las Vegas wird das Haupt Britanniens wohl sehr viel weniger in Verdacht stehen, eine Partyhochburg zu sein. Allerdings ist London Metropole und Schmelztiegel zugleich, mit einem absolut vorzeigbaren Nacht- und Partyleben. Gepflegtes und stilvolles Feiern ist daher in zahlreichen Clubs möglich, nur sollte es nicht übertrieben werden. Gerade in der Öffentlichkeit wird der Alkoholkonsum regelmäßig kontrolliert.


Die Lichter der Großstadt leuchten auch in Berlin – ein Party-Heimspiel für Alleinreisende. Foto: fotolia.com © mkrberlin

Zum Feiern muss aber eigentlich niemand über den Ozean oder den Ärmelkanal. Beim Heimspiel in Berlin können genauso gut angesagte Clubs, Bars und andere Locations abgegrast werden. Damit dabei auch kein Highlight ausgelassen wird, helfen als Orientierung die Citytipps von Virtualnights. Die verschaffen gleichzeitig auch einen guten Überblick, wo Besucher schon vor der eigentlichen Party ordentlich ausgehen können.

Eine Reise wert ist ganz sicher auch Tschechiens goldene Stadt: Prag ist voll von Sehenswürdigkeiten und hat dadurch einen unverwechselbaren Charme. Was Prag auch hat, ist ein sehr lebendiges und abwechslungsreiches Nachtleben. Das hat darüber hinaus den Vorteil, dass es im Vergleich mit anderen Großstädten deutlich erschwinglicher ist. Und weil das auch für die Übernachtungsmöglichkeiten gilt, ist die tschechische Hauptstadt in jedem Fall ein attraktives Ziel für Feierwillige.


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