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Illegale Downloads schaden nicht?
EU-Studie klärt auf.

Der Urheberschutz ist eine gute Sache, aber ein leidiges Thema. Immer wieder versuchen unterschiedliche Institutionen die Rechte des Urhebers zu schützen. Oft auch auf fragwürdige oder undurchsichtige Weise, wie die GEMA beispielsweise.
Ganz besonders die Musikindustrie leidet unter illegalen Downloads. Künstler und Plattenfirmen müssen sich zunehmend um ihre Existenz sorgen.
Doch jetzt stellte eine EU-Studie fest, dass sich illegale Downloads gar nicht negativ auf den Markt auswirken sollen. Im Gegenteil. Es ließ sich sogar ein kleiner positiver Effekt erkennen. Trotz illegaler Download-Portale sind die Einnahmen durch Musikdownloads von 2004 bis 2010 um mehr als 1.000 Prozent gestiegen.
Die Wissenschaftler beobachteten über Monate hinweg das Surf-Verhalten von knapp 16.000 Nutzern. Es stellte sich heraus, dass die Nutzer trotz unlizenzierten Downloads immer noch physische Tonträger kauften oder die Songs im Netz erneut auf legalem Wege herunterladen.Insgesamt sollen Piraterie-Seiten den Gewinn der Musikindustrie sogar um bis zu 0,7 Prozent steigern.
Auch Online-Streams von Filmen sollen nicht so gefährlich für den Markt sein, wie bisher angenommen. Die Dienste können vielmehr als Werbeplattform für Independent-Filme gesehen werden. Die User schauen sich die Filme online an und kaufen sie danach häufig trotzdem im Handel.
Quelle: Musikmarkt.de
Bildquelle: Flickr/ Skinnydiver








