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IMMER ÄRGER MIT HARRY feat. JOHANNES HEIL
JOHANNES HEIL
Wir freuen uns sehr, einen der genialsten Technoproduzenten der letzten Dekade mit
seinem neuen Album auf Klang Elektronik präsentieren zu können.
Die Rede ist von Johannes Heil, der nach der Produktion von sechs Alben und
unzähligen Maxis auf Kobayashi, Kanzleramt, seinem eigenen J.H. Records Label
und vielen anderen mehr seit 1998 Technogeschichte schreibt.
Damals war Hardtrance der Sound der Stunde und schon sein erstes Album »Reality
To Midi« mit dem Techno-Klassiker »Paranoid Dancer« zeigte sein
außergewöhnliches Talent für simple raue Tracks, die durch ihre Basslines sowie
ihren einzigartigen Umgang mit Melodiefragmenten und gefilterten Vocals den Sound
einer neuen Technogeneration einläutete.
Seine Verneigung vor Detroit und Chicago ist niemals retro oder oldschoolig,
sondern immer auf den Kern des Tracks und seine maximale Wirkung im Club
ausgerichtet. Koproduktionen mit DJ Hell oder Sven Väth waren die Folge. Auch
seine letzten Alben wie beispielsweise »Heilstyle«, »20.000 Leagues Under The
Skin« und »The World« konnten das hohe Niveau der Produktion halten, waren aber
thematisch in sich gekehrter und, wie Johannes Heil selbst zu dieser Zeit, eher an
mystischen oder mythischen Zusammenhängen interessiert anstatt Techno auf ein
neues Level zu führen.
Umso mehr erfreut uns die Tatsache, dass Johannes Heil mit seinem neuen Album
»Freaks R Us« nicht nur sich selbst, sondern auch seine Musik noch einmal neu
erfunden hat. Er ist wieder voll zurück in der Zukunft des Techno.
Nicht mehr »Reality To Midi«, sondern »Midi To Reality« könnte das Motto dieser
Tracks sein. Schon die erste Maxiauskopplung des Albums, die 12 »Freaks R Us«,
drückt all das aus was wir schon immer gewusst haben. Chicago is in the House,
völlig neu verchromt, entschlackt und stromlinienförmig. Ein Track, der wirklich bei
jeder Gelegenheit explodiert.
Auch »All For One« und »Warrior Of Light« sind klare Zeugnisse für völlig neue
Skills. Hier zeigt sich wieder Heils einmaliges Talent für Bassmelodien. Dieser Bass
formuliert eines der einfachsten Themen der Welt: Tanzen auf Techno.
Ein weiterer unschlagbarer Smasher ist »Tree Of Life«. Der Track durchpflügt mit
seinen Hi Hats erst halb Chicago, um dann endlich auf die Stimmen zu stossen, die
in bester Green Velvet Manier direkt vom Erdmittelpunkt eine Partyeinladung
abschicken, die wir jetzt schon als eine der Highlights 2006 auf der Rechnung haben
müssen.
Der Titel »Rescue Me« ist eine zauberhaft orientalische Bootsfahrt auf dem Nil.
Immer auf der Suche nach der After Hour hinter dem Lächeln der Sphinx.
»Lost« ist wahrscheinlich das heimliche Meisterwerk dieses Albums. Johannes Heil
kreiert hier soviel naive Schönheit ohne dabei kitschig zu werden, wie sie seit Orbital
kaum einer mehr hinbekommen hat. So klingt Ibiza 2006!
Mit dem letzten Track »The 1st« schliesst sich der Kreis zurück zu Sven Väth und
seinem ehemaligen Produzenten Ralf Hildenbeutel. Dessen Filmscore Qualitäten
werden hier voll ausgereizt und erzählen Geschichten aus einer Zeit, als Techno
noch nicht seine Unschuld verloren hatte.
- Jörn Elling Wuttke
JOHANNES HEIL
FREAKS R US
side a
1. Freaks R Us
2. Warrior Of Light
side b
1. All For One
side c 1
. Artology
side d 1
. Tree Of Life
2. Rescue Me
side e 1
. The Fool
2. The Magician
side f
1. Last
2. The 1st
Rel.date: 27.03.06 Pre-sales: 18.01.06








