Immer Ärger mit ... Smaul

live: ACID PAULI (SMAUL, Disko B, Doxa, Weilheim)
DJ Hometrainer (Console Bänd Member, SMAUL, Doxa Record, Weilheim)
DJ FC Shuttle (Console Bänd Member, SMAUL, München)
Visual Artist Kaundown (ConsoleBändMember, Rumpeln, Harry Klein, München)
Am Anfang stand das Wort. Nein, eine Idee, dann das Wort. Die Idee war schnell geboren, das Wort ließ noch eine Weile auf sich warten. Keiner mag sich vorstellen, wie irrsinnig leicht sich die Gründung eines Plattenlabels gegenüber den Schwierigkeiten seiner Namensfindung gestalten kann. Doch schließlich - nach endlosen, weißbiergeschwängerten Zugfahrten und einigen blamablen Brainstormings - wurde SMAUL aus der Taufe gehoben. Die Paten: Michael Schwaiger, Axel Fischer und Martin Gretschmann. Wer hinter SMAUL eine Abkürzung für Sieben Militante Algerier Unterwandern Lichtenstein oder Sex Macht Auch Uns Lebendig erwartet, liegt knapp daneben. Schwaiger, Fischer und Gretschmann sind keine Unbekannten. Sie kommen alle aus Weilheim. Dem Kuhkaff, wo sich zwar Fuchs und Has Gute Nacht sagen, dafür jeder dritte zumindest einer einigermaßen einflussreichen Band angehört. Sei es z.B. Notwist, die Schweisser oder Tied & Tickled Trio. Mitte der 90er waren SMAULs Gründungsväter in der Indie-Rock Band Toxic vereint. Ein wichtiges Weilheimer Phänomen ist die Vermischung von Ideen, Gruppen und Musikstilen. Statt Konkurrenzdenken herrschen hier eher wechselseitige Inspiration und Unterstützung vor. So suchte Martin Gretschmann nach der Auflösung von Toxic für sein neues Solo-Ambient-Konzept CONSOLE Livemusiker. Sofort waren die alten Kumpels Axel Fischer und Michael Schwaiger zur Stelle. Durch ihre musikalische Erfahrung aus Alternative- und Hardcore-Nebenprojekten entwickelten sie Martins Laptopkreationen weiter. Schließlich fanden auch sie immer mehr Gefallen an elektronischen Klängen. Axel legte die Gitarre beiseite und widmete sich intensivst dem Vinyl. Als Resident-DJ FC SHUTTLE rockte er bald darauf mit seinem zum Dancefloor treibenden Stil Münchens damalige Technohochburg Ultraschall und ließ anerkannte Szenegrößen aufhorchen. Basszupfer und Knöpfchendreher Michi sprang auf den Zug auf, fuhr aber als HOMETRAINER eher in die poppigere Richtung. Erfolgreich warf er selbst produzierte Elektro-Tracks und Remixe für Pitchtuner und Luke Slater auf den Markt. Martin, der Mad Professor der Klangwissenschaften, bezauberte sein Publikum als CONSOLE weiterhin mit dem molligen Charme warmer Ambient-Flächen. Aber wer keine schlechten Gewohnheiten hat, hat auch keine Persönlichkeit. Also betrat er nachts die Clubs, um dem tanzhungrigen Volk als ACID PAULI fette 4-to-the-Floor Beats um die Ohren zu hauen. Heutzutage sieht alles nicht viel anders aus. Martin geht vielleicht mal bei Notwist, 13&God oder Hörspielen fremd, Axel spielt sich als Teil des Electric Lounge Orchestra und Michi tobt sich beim Anhören seiner alten Defacement-Platten aus. Aber das Trio musiziert immer noch gemeinsam bei CONSOLE. Und hat sich vor vier Jahren zu FOR GOD CON SOUL zusammengeschlossen. Als technoides DJ/Liveact-Kollektiv sind sie seitdem auf Siegeszug durch die Clubs der Erde. Einer legt vor, der andere reagiert, der dritte interpretiert. Drückt solange seinen individuellen Stempel auf, bis alles wieder ein harmonisches Ganzes ergibt. Der Weilheimer Grundgedanke bleibt ständig weit vorne. Was noch zum ultimativen Glück fehlte, war eine Plattform, wo man ohne jeglichen künstlerischen Einschränkungen eigens kreierte Tracks in die breite Masse streuen konnte. Ende 2006 wurde dies letzten Endes in die Tat umgesetzt.
DJ Hometrainer (Console Bänd Member, SMAUL, Doxa Record, Weilheim)
DJ FC Shuttle (Console Bänd Member, SMAUL, München)
Visual Artist Kaundown (ConsoleBändMember, Rumpeln, Harry Klein, München)
Am Anfang stand das Wort. Nein, eine Idee, dann das Wort. Die Idee war schnell geboren, das Wort ließ noch eine Weile auf sich warten. Keiner mag sich vorstellen, wie irrsinnig leicht sich die Gründung eines Plattenlabels gegenüber den Schwierigkeiten seiner Namensfindung gestalten kann. Doch schließlich - nach endlosen, weißbiergeschwängerten Zugfahrten und einigen blamablen Brainstormings - wurde SMAUL aus der Taufe gehoben. Die Paten: Michael Schwaiger, Axel Fischer und Martin Gretschmann. Wer hinter SMAUL eine Abkürzung für Sieben Militante Algerier Unterwandern Lichtenstein oder Sex Macht Auch Uns Lebendig erwartet, liegt knapp daneben. Schwaiger, Fischer und Gretschmann sind keine Unbekannten. Sie kommen alle aus Weilheim. Dem Kuhkaff, wo sich zwar Fuchs und Has Gute Nacht sagen, dafür jeder dritte zumindest einer einigermaßen einflussreichen Band angehört. Sei es z.B. Notwist, die Schweisser oder Tied & Tickled Trio. Mitte der 90er waren SMAULs Gründungsväter in der Indie-Rock Band Toxic vereint. Ein wichtiges Weilheimer Phänomen ist die Vermischung von Ideen, Gruppen und Musikstilen. Statt Konkurrenzdenken herrschen hier eher wechselseitige Inspiration und Unterstützung vor. So suchte Martin Gretschmann nach der Auflösung von Toxic für sein neues Solo-Ambient-Konzept CONSOLE Livemusiker. Sofort waren die alten Kumpels Axel Fischer und Michael Schwaiger zur Stelle. Durch ihre musikalische Erfahrung aus Alternative- und Hardcore-Nebenprojekten entwickelten sie Martins Laptopkreationen weiter. Schließlich fanden auch sie immer mehr Gefallen an elektronischen Klängen. Axel legte die Gitarre beiseite und widmete sich intensivst dem Vinyl. Als Resident-DJ FC SHUTTLE rockte er bald darauf mit seinem zum Dancefloor treibenden Stil Münchens damalige Technohochburg Ultraschall und ließ anerkannte Szenegrößen aufhorchen. Basszupfer und Knöpfchendreher Michi sprang auf den Zug auf, fuhr aber als HOMETRAINER eher in die poppigere Richtung. Erfolgreich warf er selbst produzierte Elektro-Tracks und Remixe für Pitchtuner und Luke Slater auf den Markt. Martin, der Mad Professor der Klangwissenschaften, bezauberte sein Publikum als CONSOLE weiterhin mit dem molligen Charme warmer Ambient-Flächen. Aber wer keine schlechten Gewohnheiten hat, hat auch keine Persönlichkeit. Also betrat er nachts die Clubs, um dem tanzhungrigen Volk als ACID PAULI fette 4-to-the-Floor Beats um die Ohren zu hauen. Heutzutage sieht alles nicht viel anders aus. Martin geht vielleicht mal bei Notwist, 13&God oder Hörspielen fremd, Axel spielt sich als Teil des Electric Lounge Orchestra und Michi tobt sich beim Anhören seiner alten Defacement-Platten aus. Aber das Trio musiziert immer noch gemeinsam bei CONSOLE. Und hat sich vor vier Jahren zu FOR GOD CON SOUL zusammengeschlossen. Als technoides DJ/Liveact-Kollektiv sind sie seitdem auf Siegeszug durch die Clubs der Erde. Einer legt vor, der andere reagiert, der dritte interpretiert. Drückt solange seinen individuellen Stempel auf, bis alles wieder ein harmonisches Ganzes ergibt. Der Weilheimer Grundgedanke bleibt ständig weit vorne. Was noch zum ultimativen Glück fehlte, war eine Plattform, wo man ohne jeglichen künstlerischen Einschränkungen eigens kreierte Tracks in die breite Masse streuen konnte. Ende 2006 wurde dies letzten Endes in die Tat umgesetzt.
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