Themen: Essen, Club, Rassismus
Ist dieser Veranstalter ein Rassist?
Clubverweigerung sorgt für heftige Diskussionen.

Laut derwesten.de ereignete sich der Vorfall am vergangenen Samstag vor dem Essener Collosseum. Dort verwehrten die Türsteher Kevin Uguru den Eintritt zu einer Party. Aufgrund seiner Hautfarbe, wie der 38-jährige Nigerianer, der seit 2006 in Deutschland lebt und in Essen eine Werbeagentur betreibt, behauptet. Diskriminierung ist nicht zu tolerieren, allerdings wehrt sich nun der Veranstalter gegen die Vorwürfe. Frank Katthöffer, Mitinitiator der „Club 100“-Danceparty, sieht in der ganzen Sache ein großes Missverständnis.
Man habe Kevin Uguru tatsächlich an dem besagten Abend abgewiesen, aber nicht wegen seiner Hautfarbe, erklärte der Veranstalter gegenüber derwesten.de. Die Halle, in der die Party stattfand, sei schon voll gewesen. Zudem passte Uguru, der mit einem dunklen Anzug und Krawatte gekleidet war, nicht zu dem lockeren Event. Auch die Firma, die den Türsteher stellte, verteidigte Katthöffer. Gegen diese wären noch nie Rassismus-Vorwürfe erhoben worden.
Bisher konnte zwischen den beiden Parteien nicht vermittelt werden. Kevin Uguru hat sich mit den Vorfall nun an verschiedene Medien gewandt. Auch über Facebook macht er auf seinen Fall aufmerksam. In der CDU, bei der er Mitglied ist, hat sich der Nigerianer Unterstützung von der obersten Ebene geholt: Sein Parteifreund und Sozialdezernent der Stadt Essen Peter Renzel hat sich mittlerweile schriftlich an den Partyveranstalter gerichtet. Dieser ist schockiert über die hohen Wellen, die der Fall geschlagen hat. Trotzdem hofft er auf eine friedliche Einung.
Foto: Disco und bouncer with jacket and sunglasses on white background via Shutterstock








