Jungunternehmer aufgepasst: So wird euer Start-up erfolgreich

Mit diesen Tipps gelingt der große Sprung ins Business!

Jungunternehmer aufgepasst: So wird euer Start-up erfolgreich: Mit diesen Tipps gelingt der große Sprung ins Business!
Quelle: SFIO CRACHO/Shutterstock.com

Je nach Quelle scheitern 80 bis 90 Prozent aller Start-ups in den ersten drei Geschäftsjahren. Und das liegt nur selten an einer schlechten Geschäftsidee, sondern wesentlich häufiger an einer unzureichend geplanten Umsetzung. Wir zeigen euch, welche Fehler ihr dabei besser vermeiden solltet. Außerdem geben wir euch hilfreiche Tipps, wie euer Business erfolgreich wird – und zwar während und nach der Gründungsphase.

Fünf häufige Fehler bei der Unternehmensgründung

Bei der Umsetzung des Geschäftskonzepts scheitern Start-ups immer wieder auf dieselbe Art. Damit euch das nicht passiert, zeigen wir euch fünf typische Fehler von Gründern und geben euch Tipps, wie ihr sie vermeidet:

Fehler Nummer 1: alles selbst machen

Je mehr Firmenaufgaben ihr selbst übernehmen könnt, desto günstiger kommt ihr weg. Doch gerade bei sehr komplexen Themen, in die ihr euch lange einarbeiten müsstet, kann es lohnenswert sein, sich Hilfe von außen zu holen. Lagert ihr eure Buchhaltung beispielsweise aus, habt ihr mehr Zeit, euch auf euer eigentliches Kerngeschäft zu konzentrieren. Allerdings steigen dadurch eure laufenden Kosten. Gleiches gilt für das Marketing oder die IT-Abteilung. Wie viele Tätigkeiten ihr von externen Dienstleistern erledigen lassen könnt, hängt vom Know-how eurer Mitarbeiter und eurem Budget ab.

Fehler Nummer 2: keine Investitionen wagen

Unternehmen sind in der Wachstumsphase meist nur bedingt liquide. Daher scheuen manche Gründer größere Investitionen – auf Kosten eines langfristigen Erfolgs. Eingesunder Mittelweg besteht aus einem ausgewogenen Verhältnis von kurzfristigen Lösungen (z. B. gezielte Werbekampagnen) und mittel- bis langfristigen Investitionen (z. B. intensives Anlernen und Weiterbilden von Mitarbeitern, Einführen von effizienzsteigernden Softwares, usw.).

Fehler Nummer 3: zu viele verschiedene Geschäftszweige

Ihr solltet den Kern eurer Marke im Blick behalten. Nur wer sich spezialisiert, kann sich auf lange Sicht gegen die Konkurrenz durchsetzen. Wenn ihr euch zu breit aufstellt, kann es schnell passieren, dass keiner eurer Geschäftszweige langfristig erfolgreich ist. Entscheidet euch lieber für eine kleinere Produkt- und Dienstleistungspalette, mit der ihr eure Zielgruppe wirklich überzeugt.

Fehler Nummer 4: zu kurz befristete Arbeitsverträge abschließen

Ihr solltet bei eurer Personalplanung ein gesundes Mittelmaß finden. Bei einem langfristigen Arbeitsvertrag kettet ihr euch unter Umständen an einen unpassenden Mitarbeiter. Schließt ihr allerdings zu kurzfristige Arbeitsverträge, kommt es gleich zu zwei Nachteilen: Erstens halten eure Mitarbeiter recht schnell nach einem neuen Arbeitgeber Ausschau. Zweitens besteht das Risiko, dass ihr durch eine zu hohe Fluktuation gute Mitarbeiter verliert. Beides wirkt sich negativ auf die Arbeitsmotivation aus. Nutzt besser die Probezeit, um eure neuen Angestellten intensiv kennenzulernen und stellt ihnen dabei langfristige Arbeitsverträge in Aussicht.

Fehler Nummer 5: falsch ausgebildete Mitarbeiter einstellen

Bei eurer Personalplanung solltet ihr keine Kompromisse eingehen: Entscheidet euch lieber für einen Mitarbeiter, der wirklich zu euch passt, auch wenn ihr diesen etwas länger suchen müsst. Arbeitet ihn intensiv ein und prüft dann, ob ihr weiteres Personal braucht. Wenn euch eure Aufträge über den Kopf wachsen, bringen neue Angestellte kurzfristig nicht die gewünschte Entlastung, sondern kosten erst einmal Ressourcen. Zumindest so lange, bis sich bei ihnen eine gewisse Arbeitsroutine einstellt.

So geht es richtig: fünf Tipps für eine erfolgreiche Geschäftsgründung

Tipp Nummer 1: einen Businessplan erstellen

In einem Businessplan geht es darum, euer Geschäftskonzept vor der Gründung detailliert für eure ersten drei Jahre zu planen. Beantwortet euch dazu folgende Fragen:

  •          Mitbewerberanalyse: Wie setzt ihr euch gegen eure Konkurrenz durch?
  •          Produktanalyse: Was macht euer Produkt besonders?
  •          Zielgruppenanalyse: An wen wollt ihr euer Produkt oder eure Dienstleistung verkaufen? Welche Bedürfnisse hat eure Zielgruppe?
  •          Marketinganalyse: Wie plant ihr, eure Marke bekannt zu machen?
  •          Finanzplan: Mit welchen Ausgaben und Einnahmen rechnet ihr? Aus dieser Überlegung ergibt sich euer Kapitalbedarf, den ihr entweder über euer Eigenkapital und/oder über Fremdfinanzierungen deckt.

Tipp Nummer 2: die rechtliche Lage kennen

Je nach Branche gelten unterschiedliche Gesetze, Pflichten und Richtlinien. Informiert euch vor der Firmengründung, welche davon auf euch zutreffen.

  •          Datenschutz (Stichwort: DSGVO)
  •          Buchhaltung, die sämtliche Finanzströme dokumentiert
  •          Steuerrecht
  •          Zertifikate und Nachweise (z. B. bei Gewerbeanmeldungen)
  •          Urheber-, Marken- und Patentrecht
  •          Garantie und Gewährleistung (v. a. im E-Commerce Bereich)
  •          Branchenspezifische Gesetze (z. B. Hygienestandards und Kennzeichnungspflicht bei der Herstellung oder dem Vertrieb von Lebensmitteln oder Kosmetika)

 

Tipp Nummer 3: Fördermittel in Anspruch nehmen

Es gibt verschiedene Fördermittelarten, um die ihr euch bemühen solltet. Eure Branche und euer Standort sind zwei Kriterien, die bestimmen, ob ihr eine solche Unterstützung bekommt. Sie kann wie folgt aussehen:

  •          Zuschüsse: Ihr erhaltet meist zweckgebundene Finanzmittel, die ihr nicht zurückbezahlen müsst.
  •          Kredite: Ihr profitiert von besonders günstigen Konditionen (niedrige Zinsen, Rückzahlungspausen etc.).
  •          Beratungsangebote: Über die Bundesagentur für Arbeit könnt ihr unter bestimmten Voraussetzungen kostenlose Unternehmensberatungen in Anspruch nehmen.

Tipp Nummer 4: sich für sinnvolle Softwares entscheiden

Sehr kleine Unternehmen mit wenig komplexen Strukturen kommen mit einer einfachen Softwarelösung aus. Im Einzelfall kann sogar der Funktionsumfang einer Freeware ausreichen.

In Branchen, bei denen viele Abteilungen miteinander vernetzt arbeiten, ist es nicht sinnvoll, wenn jede Abteilung mit einer eigenen Software arbeitet. Dadurch kann es zu Kompatibilitätsproblemen kommen, die die interne Kommunikation erschwert. Besser sind sogenannte Komplettlösungen. Dabei handelt es sich um eine PC-Anwendung, mit der alle Abteilungen gleichzeitig arbeiten. Man spricht dabei von ERP-Systemen. Alle Unternehmensinformationen werden dabei zentral gespeichert und können bei Bedarf abgerufen werden. Wenn ihr beispielsweise einen Webshop betreibt, haben alle Abteilungen (Vertrieb, Buchhaltung, Lager, Versand, HR, …) Zugriff auf die gleichen Daten. Dadurch könnt ihr eure Geschäftsabläufe optimieren.

Ein Praxis-Beispiel soll dies verdeutlichen: Bestellt ein Kunde ein Produkt in einem Internetshop, erhält er automatisch eine Rechnung zugeschickt. Der Verkauf wird in der Buchhaltung registriert und korrekt verbucht. Zeitgleich erhält das Lager die Information, welcher Artikel zu welchem Kunden geschickt werden soll. Ist ein Produkt fast ausverkauft, wird es rechtzeitig nachbestellt. Durch einen solchen Informationsaustausch in Echtzeit via ERP-System ergeben sich in diesem Beispiel folgende Vorteile:

  •          Schnellere Lieferzeit, was die Kundenzufriedenheit erhöht
  •          Automatisierte Arbeitsabläufe, was die Personalkosten reduziert
  •          Bessere interne Kommunikationsstruktur durch stets aktuelle Informationen
  •          Automatische Dokumentation aller Geldströme in der Buchhaltungsabteilung
  •          Optimierung des Sortiments, da Ladenhüter nicht mehr nachbestellt werden

In diesem ERP-Ratgeber erfahrt ihr u. a., welche Vorteile ERP-Systeme noch leisten. Er unterstützt euch außerdem bei der Entscheidung, welche ERP-Software am besten zu eurem Betrieb passt.

Tipp Nummer 5: das Geschäftskonzept immer wieder hinterfragen

Je größer euer Unternehmen ist, desto wichtiger wird euer Management. Führt in regelmäßigen Abständen eine SWOT-Analyse durch und nicht erst, wenn euer Business nicht mehr gut läuft. Dabei macht ihr euch eurer Stärken und Schwächen bewusst. So erfahrt ihr, ob ihr etwas an eurem Geschäftskonzept ändern müsst. In diesem Rahmen lohnt es sich häufig, einen externen Unternehmensberater zurate zu ziehen. Er kann Tipps geben, wie ihr euer Management weiter optimieren könnt und unterstützt euch dabei, Lösungsansätze für bestehende Probleme zu finden. Nur so bleibt eure Firma langfristig erfolgreich.

Foto: SFIO CRACHO/Shutterstock.com

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