Kampf gegen Designerdrogen
EU-Kommission will eingreifen.

Wir hatten schon häufiger über die so genannten "Designerdrogen" oder "Legal Highs" berichtet. Auch darüber, dass der Kampf gegen diese oft als Badesalz oder Räuchermischung angebotenen Substanzen sich schwierig gestaltet. Kommen doch fast am laufenden Band neue Stoffe auf den Markt. Die EU-Komission will die gefährlichen Substanzen nun schneller verbieten lassen.
Das Riskante an den Designerdrogen ist vor allem, dass die Substanzen nie wirklich getestet wurden. Der Konsument weiß eigentlich gar nicht, was er da genau vor sich liegen hat. Nach Angaben der EU dauert es derzeit mindestens zwei Jahre, ehe man ein Verbot einzelner Stoffe durchsetzen könne. Viel zu lang, speziell in Anbetracht dieses schnelllebigen Marktes.
Nach den neuen Vorschlägen der EU könnte die Komission für die Dauer von einem Jahr Verkaufsbeschränkungen beschließen. Dabei will man zukünftig zwischen mittelmäßig schädlichen und hochgefährlichen Stoffen unterscheiden. Der Handel mit letzteren könnte eine Strafverfolgung mit sich ziehen.
"Jede Woche wird irgendwo in der EU eine neue Substanz entdeckt", erklärte EU-Justizkomissarin Reding am Dienstag in Brüssel. Zwischen 2009 und 2012 habe sich ihre Zahl verdreifacht. Seit 1997 seien mehr als 300 Substanzen in Europa entdeckt worden. Diese Pläne müssen nun noch von den EU-Staaten und dem Parlament beschlossen werden. Und bis dahin sind womöglich schon wieder 100 weiterer Substanzen auf dem Markt. Aber es ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.
Teile diesen Beitrag:
Kommentare
Das könnte dich auch interessieren








